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20 Jahre Partnerschaft mit der Synodalregion Rubengera

6 April 2011 Noch kein Kommentar
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20 Jahre Partnerschaft mit der Synodalregion Rubengera in Rwanda feiert der evangelische Kirchenkreis An Nahe und Glan in diesem Jahr. „Wir sind stolz darauf, dass unsere Partnerschaft zwei Jahrzehnte und sogar den Bürgerkrieg in Rwanda überdauert hat“, äußert sich Superintendent Marcus Harke und weist darauf hin, dass am 7. April 1991 in einem Gottesdienst in der Bergkirche Waldböckelheim der Partnerschaftsvertrag unterzeichnet wurde.

Im August erwartet der Kirchenkreis eine Delegation aus der evangelischen Partnerkirche, der Eglise Presbyterienne au Rwanda, unter Leitung von Regionalpräsident Fidèle Sibomana. „Dann werden wir das Jubiläum gemeinsam feiern“, kündigt Harke an und verweist auf die guten Beziehungen, die auch das Land Rheinland-Pfalz zu dem ostafrikanischen Land unterhält. Motor der Freundschaft ist der Synodale Fachausschuss Rwanda unter Vorsitz von Margot Holbach (Rüdesheim). Seit zwei Jahrzehnten entsenden Gemeinden des Kirchenkreises Vertreter in das Gremium. Ihre ehrenamtliche Arbeit füllt die Beziehung mit Leben.

Im Mittelpunkt steht die Unterstützung unserer Partner“, betont Superintendent Harke. Nach seinen Worten ist diese stark auf Hilfe zur Selbsthilfe ausgerichtet und wird durch den Evangelischen Entwicklungsdienst unterstützt. Als Beispiel nennt Harke das Projekt Kinderfamilien, das – auch mit Hilfe der Aktion „Helft uns Leben“ – in den Jahren von 2006 bis 2008 über Patenschaften insgesamt 1526 durch den Bürgerkrieg verwaiste Kinder und Jugendliche in 407 Familien unterstützte.

Es folgte das Projekt „Hoffnung auf Zukunft“, das Jugendlichen in Rwanda den Start ins Berufsleben erleichtert und Waisen im Gefolge der Immunschwäche-Krankheit Aids unterstützt. „Es gibt jungen Leuten eine berufliche Perspektive und macht sie unabhängig“, erläutert Margot Holbach. Das Vorhaben setzt auf solide Ausbildung sowie Ausstattung mit Saatgut und Bananenstauden. Paten finanzieren eine Krankenversicherung, Schulgeld, ein Programm zur Sexualaufklärung und Aids-Vorbeugung sowie Starthilfe in den Beruf. Ergänzt wurde dieses Sozial- und Bildungsprojekt mit einem landwirtschaftlichen Programm. „Jeder Cent des gespendeten Geldes kommt bei den Jugendlichen an“, versichert Margot Holbach. Das garantiere die enge Zusammenarbeit mit dem Diakonie-Komitee der Partnerkirche, das in Rubengera die Mittel verteilt.

Wie es mit diesen Spendenprojekten weitergeht, wird Gegenstand der Gespräche mit den Besuchern aus Rwanda im August sein. „Der Bedarf an Hilfe ist nach wie vor groß“, sagt Margot Holbach. „Es warten 65 neue Kinderfamilien auf Unterstützung.“ Sie verzeichnet eine stark zurückgehende Spendenbereitschaft in Deutschland und bedauert: „Es wird immer schwieriger, das Geld dafür aufzubringen.“ Der dreiwöchige Aufenthalt der Gäste im Kirchenkreis soll die Beziehungen zu den Gemeinden vertiefen. Zur Feier des Jubiläums ist ein festlicher Gottesdienst am Partnerschaftssonntag, dem 4. September, in der Bergkirche in Waldböckelheim geplant.

 

Unter dem Stichwort „Kinderfamlien Rwanda“ unterhält der Kirchenkreis ein Spendenkonto bei der Sparkasse Rhein-Nahe, BLZ 560 501 80, Konto 10199818.

Bild: Superintendent Marcus Harke und Margot Holbach mit der Urkunde über die Partnerschaft zwischen dem Kirchenkreis An Nahe und Glan und Rubengera in Rwanda, die seit 20 Jahren besteht.

 

 

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