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Aus „Alt Berlin“ wird Icke – Sanierung im Juli abgeschlossen

13 April 2011 Noch kein Kommentar
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Der Name Alt Berlin wird zwar verschwinden, aber neue Name „icke“ knüpft an die Tradition an. Bei einem Rundgang durch das Haus stellten  die Eigentümer, das römische Ehepaar Maria-Grazia Giovanelli-Castellani und Ehemann Leandro, die neue Pächterin vor. Sabine Ruth, in  Berlin  geboren, wird im Juli  eine Café-Bar eröffnen. Sie lebt seit knapp drei Jahren in Bad Kreuznach. Architekt Sandro Ferri informierte Oberbürgermeister Andreas Ludwig und Medienvertreter über den Stand der Sanierung.

 

Bei  einem Kuraufenthalt ihres Sohnes, vor 14 Jahren,  haben sich die Castellanis in Bad Kreuznach verliebt. Seither kommt die Familie aus Rom jedes Jahr an die Nahe. Die Bindung an ihre zweite Heimat haben sie im Jahr 2008 gefestigt, in dem sie das seit Oktober 2007 leer stehende Lokal Alt Berlin am Eiermarkt kauften. Laut Denkmaltopographie ist das markante Gebäude Hausnummer 10 das älteste am Eiermarkt und gehört zu den interessantesten Bauten der Stadt. Einzigartig in Kreuznach die auf hohen Sockeln stehenden toskanischen Säulen im Erdgeschoss der Fassade, die das Aufgehende der Fassade abstützen.

 

Die Castellanis übernahmen das historische Gebäude in einem sehr desolaten Zustand. Inklusive Kaufpreis werden sie über 600.000 Euro in die Generalsanierung investieren, mit Unterstützung des Landes-Förderprogrammes „Aktive Stadt“, aus dessen  Topf sie 50.000 Euro bekommen. Oberbürgermeister Andreas Ludwig bedankte sich bei der Familie für ihr Engagement zur Aufwertung des Stadtbildes und wirbt für weitere Initiativen. „Mit diesem Förderprogramm wollen wir für private Investoren und Hausbesitzer Anreize schaffen.“ In dass Programm (75 Prozent Land, 25 Prozent Stadt)  sind zwei  Pilotprojekte aufgenommen. Das ehemalige Schokoladenhaus, das Josef und Cäcilia Brantzen zu einem kleinen Kunstzentrum umbauen und das Brückenhaus Mannheimer Straße 69, dessen Fassade Winfried Mannert saniert.

 

Im Juli ist die Generalsanierung des historischen Fachwerkhauses auf dem Eiermarkt abgeschlossen.  Erdgeschoss und Erste Etage (insgesamt 90 Quadratmeter) werden weiter gastronomisch genutzt. Im  zweiten Geschoss und unter dem Dach werden zwei neue Wohnungen geschaffen (65 bzw. 45 Quadratmeter) „Wir mussten im Haus alles erneuern. Treppenhaus,  Heizung, Sanitär, Elektroinstallationen. Auch das Holz ist in derart schlechtem Zustand, dass wir es zu einem großen Teil austauschen mussten“, erläutert Architekt Sandro Ferri.

 

 

Das Gebäude ist bei der Verwaltung seit 1960 als Gaststätte registriert: Zunächst als Ristorante Milano, dann als Kirner Pils Quelle und von 1987 bis Oktober 2007 als Alt Berlin.

 

 

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