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Meteorologische Heucheleien und Hahnenkämpfe

13 April 2011 Noch kein Kommentar
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Extremwetterkongress in Hamburg- Meteorologische Heucheleien und Hahnenkämpfe oder Wie seriös sind Langfristtrends?

Die Veranstalter des diesjährigen Extremwetterkongresses in Hamburg haben die sogenannte „Hamburger Erklärung“ (http://url9.de/b3c) ins Leben gerufen. Diese Erklärung richtet sich gegen Langfristtrends in der Meteorologie. Dort heißt es unter anderem Langfristtrends in der Meteorologie seien unseriös und nicht möglich. 

Sven Plöger, Mitarbeiter der Firma Meteomedia (http://url9.de/b30), gilt als Mitinitiator der „Hamburger Erklärung“. Das ist sehr verwunderlich, da sein eigener Arbeitgeber 365 (!)-Tages-Prognosen in einstündiger Auflösung verkauft und mit dem Slogan „Langfristtrends- Heute schon mehr als nur eine Glaskugelvorhersage“ wirbt.

Jeder kann dies auf der Unternehmenswebseite direkt nachlesen: http://url9.de/b31.

Erst vor kurzem hatte Alt-Wettermann Jörg Kachelmann voller Neid über die Langfristtrends von Diplom- Meteorologe Dominik Jung gelästert. Schickt er nun weitere Mitarbeiter seines Unternehmens ins Rennen gegen Wetter-Experten Dominik Jung?

„Diese Erklärung sollte man besser „Cheeseburger Erklärung“ nennen, denn sie ist nichts als Käse und stinkt nur so vor Neid und Missgunst zum Himmel“ kommentiert Wetter-Experte Dominik Jung von WETTER.NET (www.wetter.net <http://www.wetter.net/> ) die „Hamburger Erklärung“.

Auch andere Unterzeichner der ominösen Erklärung sind in der Vergangenheit mit Langfristvorhersagen auffällig geworden: Beispielsweise hat auch Meteorologe Alexander Hildebrand von Sat1/Pro7/N24 die Erklärung gegen Langfristvorhersagen unterzeichnet.

„Da kann man nur noch mit dem Kopf schütteln. In seinen Yahoo-Blogs gibt Herr Hildebrand immer wieder Langfristvorhersagen für die kommenden Monate und Jahreszeiten ab. Das ist schon eine krasse Geschichte, wenn man quasi gegen sich selbst und seine eigenen Tätigkeiten unterschreibt“ so Jung schmunzelnd.

Hier als Beispiel Alexander Hildebrands Sommerprognose aus 2010: http://url9.de/b32.

Ein besonderer Leckerbissen findet sich im Mai 2010, als beim sogenannten „Gipfeltreffen der TV-Wetterfrösche“ interessanterweise jeder TV-Meteorologe mehr oder weniger eine Sommerprognose auf Lager hatte. Nachzulesen ist das ganze hier: http://url9.de/b3m

Ein weiteres Zitat aus der „Hamburger Erklärung“: „Langfristige Prognosen für die kommenden Jahreszeiten seien ein Ziel in der Meteorologie. Man stehe dabei aber noch am Anfang der Entwicklung“

„Das ist alles sehr merkwürdig. Man steht angeblich erst am Anfang der Entwicklung, zeitgleich veräußert Meteomedia Langfristtrends an Kunden. Wie soll denn die weitere Entwicklung auf diesem Gebiet aussehen, wenn statt die Bestrebungen und Forschungen junger Kollegen zu unterstützen wild drauf losgedroschen wird – ohne Rücksicht auf Verluste für das eigene Ansehen, frei nach dem Motto: Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern?“ kommentiert Diplom-Meteorologe Jung die Angriffe seitens der Mitbewerber.

Der aktuelle Frühlingstrend von WETTER.NET beweist: Langfristtrends sind alles andere als unseriös. Wir haben die Entwicklung eines warmen Sonnenfrühlings bereits im Februar korrekt erfasst. Unter http://twitpic.com/4gvicp können Sie den aktuellen Stand der Frühlingsprognose einsehen. In rot der Langfristtrend, in grün die bisher tatsächlich eingetretenen Werte.

Die Quelle der Erstveröffentlichung der Frühlingstrends von WETTER.NET finden Sie hier: http://url9.de/aw1.

Außerdem gilt hier noch die Frage zu klären was in der Meteorologie seriös und was unseriös ist.

Jung dazu:

„Hier scheinen sich einige Damen und Herren ganz schön weit aus dem Fenster lehnen zu wollen und das auf Kosten der neuen Meteorologen-Generation.

Höchstwahrscheinlich ist es aber nur eine einfach gestrickte PR-Aktion für den Extremwetterkongress. Das Wettern und Motzen gegen erfolgreiche Kollegen ist da immer ein guter Weg um mediale Aufmerksamkeit zu erhaschen. Schade, dass die Veranstalter des Kongresses dies nötig haben! WETTER.NET wird sich das Erstellen und Veröffentlichen von Langfristtrends jedenfalls nicht verbieten lassen.“

Der Extremwetterkongress hat indes am Dienstagnachmittag begonnen. Unter anderem mit Klimaforscher Mojib Latif (http://url9.de/b3g) und seinen Klimaprognosen bis ins Jahr 2100 und dem Deutscher Wetterdienst. Letzterer hat unter anderem seine Jahreszeitenprognosen vorgestellt – alles natürlich ganz seriös?!

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