Erster EHEC Fall im Landkreis Bad Kreuznach
Das Gesundheitsamt des Landkreises Bad Kreuznach informiert bezüglich eines ersten EHEC-Falles, im Landkreis Bad Kreuznach. Es handelt sich um eine 71 Jahre alte Patientin aus Norddeutschland, die zu Besuch im Landkreis ist und mit krampfartigen Bauchbeschwerden letzte Woche einen Arzt aufsuchte. Es wurden sofort die notwendigen Maßnahmen eingeleitet und eine Untersuchung der Stuhlprobe angeordnet. Das Ergebnis war heute positiv.
EHEC kommt auch im Landkreis Bad Kreuznach sporadisch 5 – 10 mal im Jahr vor, ohne dass bislang irgendwelche Infektionszusammenhänge erkennbar waren. Anders als gegenwärtig in Gebieten nördlicher Bundesländer mit intensiver Milchviehhaltung verlaufen diese Erkrankungen bei uns bisher ohne lebensgefährliche Komplikationen in einer eher harmlosen Variante.
Zu den lebensgefährlichen Komplikationen des jetzt hauptsächlich in Norddeutschland aufgetretenen aggressiven Erregertyps gehört die Entwicklung eines sog. HUS (hämolytisch urämisches Syndrom), das schlimmstenfalls ein Nierenversagen verursacht.
Nach Auskunft des Leiters des Gesundheitsamtes, Herrn Dr. med. Ernst-Dieter Lichtenberg, sind derartige Krankheitsverläufe bei uns auch kaum zu erwarten. Wie auch bei der sogenannten „Schweinegrippe“ wird darauf aufmerksam gemacht, dass Händehygiene seit Jahrtausenden aus guten Gründen wichtiger Bestandteil der persönlichen Hygiene und damit der mitteleuropäischen Kulturtechniken ist. Schon den alten Römern vor 2.000 Jahren war bewusst, dass Händehygiene lebensnotwendig ist. Die Grabbeigaben von Handwaschschalen belegen dies bis heute.
Deshalb sei, so Herr Dr. Lichtenberg, wie schon bei Grippewellen der Vergangenheit klar, dass die Hygiene der Hände für die gesamte Bevölkerung eine zunehmende Bedeutung habe.
Es ist in jedem Fall gut, sich rechtzeitig anzugewöhnen, die Hände regelmäßig zu waschen. Benutzen Sie dazu bitte sauberes Wasser und Seife, spülen Sie diese auch gründlich wieder ab, benetzen Sie auch die Fingerzwischenräume und die Handflächen außen und innen. Seien Sie insbesondere für die kleinen Kinder ein Vorbild und halten Sie auch diese regelmäßig dazu an, sich die Hände zu waschen. Dann wird Ihnen und Ihrer Familie auch in Sachen EHEC vermutlich nichts passieren. Das gilt vor und nach jedem Toilettengang, vor und nach jeder Zubereitung von Mahlzeiten. Hausfrauen und Köche tun gut daran, diese Grundregel auch bei der Zubereitung von Nahrungsmitteln gewissenhaft zu beachten.
Durch die lange Trockenheit auch im Westen Europas ist frisches Gemüse derzeit möglicherweise mehr mit Staubpartikeln oder anderem belastet als in nasskalten Frühjahren. Daher gilt auch für alle Köchinnen und Köche: gründliches Waschen hilft. Wer diese Regeln beherzigt, kann seinen Salat weiter genießen, kommt auch ohne Durchfälle über den Sommer und die Grippezeit.




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