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Startveranstaltung für neu und wieder gewählte Interessenvertreter.

2 Mai 2011 Noch kein Kommentar
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Die in der heutigen Zeit nicht immer mehr ausreichende

Beschäftigungssituation der Älteren und Leistungsgewandelten mit einem

anderen Gesundheitszustand darf sich nicht noch mehr verschlechtern.

„Mit einer der schwierigsten Aufgaben in den Betrieben ist es, die Leistungs- und Leidensgerechte

Beschäftigung der Leistungsgewandelten Mitarbeiter, die von Arbeitgebern oft als Low Performer

(Minderleister) bezeichnet werden, sicherzustellen.“ Darüber waren sich die Teilnehmer einer

Schulungsveranstaltung der IG Metall Verwaltungsstelle Bad Kreuznach für neu und wieder gewählte

Interessenvertreter mit dem ersten Bevollmächtigten Edgar Brakhuis einig. „Wir stellen wieder einmal

fest, das sich in den Betrieben der politische Wille und das allgemeine unternehmerische Handeln

widersprechen“, so Edgar Brakhuis von der IG Metall.

Die geänderten Belastungen und der demografische Wandel in der Arbeitswelt sind überall Thema.

Darum müssen die Arbeitgeber endlich auch die leistungsgewandelten Mitarbeiter besser in den

aktuellen Arbeitsprozess einbinden und bei Aus- und Weiterbildung berücksichtigen. Es müssen alle

angebotenen Förderungen in Anspruch genommen werden, denn nicht nur die Unternehmen

brauchen Unterstützung. Auch für die Beschäftigten in den Betrieben wird entsprechende Hilfe

benötigt. Zum Beispiel könnten in weniger starken Auslastungszeiten Gesundheits- Reha- und

Weiterbildungsmaßnahmen durchgeführt werden, berichte Franz Achim Kollmann Sprecher des

örtlichen und des bezirklichen Arbeitskreis für Behindertenfragen über den Erfahrungsaustausch und

die Diskussionen aus diversen Sitzungen.

„Bei der Beschäftigungssituation stimmen die gesetzgeberischen Vorgaben und die praktizierten

unternehmerischen Entscheidungen nicht überein. Es wird immer mehr und höhere

Leistungsverfügbarkeit verlangt. Was besonders Älteren und Menschen mit einer anderen Gesundheit

immer schwerer fällt dem gerecht zu werden“, beschreibt Brakhuis die Situation. Darum fordern die

Interessenvertreter alle Beteiligte dazu auf Gemeinsame, Wege zu gehen um sozialverträgliche

Lösungen zu finden und sich nicht nur von der oft bewusst erzeugten Angst beeinflussen zulassen.

„Im Sinne der gesundheitlich beeinträchtigten Menschen, müssten Jüngere doch eine Chance in der

Arbeitswelt bekommen“, bekräftigt Kollmann als einer der Ansprechpartner für Behindertenfragen im

IG Metall Bezirk Frankfurt am Main, in dem über 13.500 Schwerbehinderte und Gleichgestelle aus den

Bundesländern Hessen, Rheinland Pfalz, Saarland und Thüringen betreut werden.

Zum Schluss, sind alle Teilnehmer der Startveranstaltung mit dem Politischen Sekretär Ingo Petzold

einer Meinung dass sich Politik und Arbeitgeber nicht vor ihrer Sozialenverantwortung drücken dürfen.

Gerade heute besteht ein hoher Bedarf an Aus- und Weiterbildung für alle Mitarbeiter und nicht nur für

die Olympiareife Mannschaft. Außerdem sehen sie es als extrem notwendig an, dass sich Politik und

Industrie noch viel stärker wie bisher für die Ausbildung und Übernahme junger Menschen engagiert

und dass geeignete Maßnahmen zu jeder Zeit gerechtfertigt sind.

IG Metall Verwaltungsstelle Bad Kreuznach

 

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