Stiftung Haus der Stadtgeschichte verabschiedete Vorsitzenden Andreas Ludwig
„Sie waren die treibende Kraft bei der Gründung, Es war Ihre Herzenssache. Ohne Ihr Engagement wäre die Stiftung Haus der Stadtgeschichte Bad Kreuznach nicht so erfolgreich gestartet.“ Der Vorsitzende des Stiftungsbeirates, Bernd-Peter Räpple, verabschiedete Oberbürgermeister Andreas Ludwig in dessen Funktion als Vorsitzender des Stiftungsvorstandes. Räpple überreichte Ludwig im Namen der Stiftung als Abschiedsgeschenk eine Nachbildung eines alten Stadtsiegels in Wachs und ein kleines Fotoalbum, das die Anfangszeit der Stiftung dokumentiert, beispielweise das Gründungsfest im Großen Kursaal. Wer den Vorsitz übernimmt, entscheidet der Vorstand in seiner nächsten Sitzung.
„Wer die Zukunft gestaltet, muss die Vergangenheit, seine Wurzeln, kennen.“ Schon in seiner Studienzeit spielte die Geschichte für den Stadtplaner Andreas Ludwig eine wichtige Rolle. In seiner Diplomarbeit über die „Nutzung und Gestaltung des Ortmittelpunktes Rhaunen“, 1989 an der Uni Kaiserslautern, zitierte er George Calteux, den renommierten luxemburgischen Denkmalpfleger: „Als Schöpfer eines kulturellen und architektonischen Erbe findet der Mensch hier das Ferment des Fortschritt und Maßstäblichkeit für sich selbst und die ihm folgenden Generationen.“
Andreas Ludwig wird der Stiftung weiterhin verbunden bleiben. Im Rahmen der Vortragsreihe in diesem Jahr ist mit ihm eine Führung über die Alte Nahebrücke am 24. September geplant. Eingebettet ist die Führung in ein „Brückenprojekt“, das von Beiratsmitglied Rolf Schaller betreut wird. Bilder der Alten Nahebrücke, die Schülerinnen und Schüler des Lina-Hilger-Gymnasiums und der Ringschule malten, sollen im Rahmen des Kunst- und Kulturtages am 25. September ausgestellt werden.
In der Vortragsreihe für 2011 stehen bereits zwei weitere Termine fest:
Die Historikerin Stadtarchivarin Franziska Blum-Gabelmann zeigt am Donnerstag, 14. Juli, 18 Uhr, im großen Sitzungsaal, Casino, Brückes 1: „Der Kreuznacher Jahrmarkt. Inszeniertes, Gefilmtes und musikalisch Untermaltes – schwarz/weiß und bunt“. Dieser Vortrag ist eine gemeinsame Veranstaltung mit dem „Freundeskreis Kreiznacher Jahrmarkt“.
Über „Kreuznach und Frankreich – ein zwiespältiges Verhältnis“ referiert der Historiker Dr. Martin Senner am Donnerstag, 2. September, 19 Uhr, im Café Puricelli
In den Vorstand wurde die Kunsthistorikerin Elisabeth Werden-Troll gewählt. Sie ersetzt den im Juni 2009 verstorbenen Egon Anheuser. Elisabeth Werden-Troll arbeitete dreieinhalb Jahre im Amt für Denkmalpflege in Köln und ist seit 2006 Stadtführerin in Bad Kreuznach. Außerdem ist sie seit dem Jahr 2000 auch für Führungen durch die Nikolauskirche zuständig. Die Stiftung will künftig ihre Öffentlichkeitarbeit intensivieren. So sollen bis Ende Juni alle Inhalte auf der Homepage www.stiftung-haus-der-stadtgeschichte,de eingestellt sein.
In der gemeinsamen Sitzung von Vorstand und Beirat gab es auch einen kurzen Rückblick. Hervorgehoben wurden hierbei die Schautafelpräsentation zum Jahrmarkt, der Geschichts-Kunstworkshop mit dem Heimatverein, bei dem Jugendlichen in Guckkästen Jahrmarktsmotive zusammenbauten, der Film über die Folgen des Zusammenbruchs des Kölner Stadtarchivs und die Veranstaltung zum Thema Alte Nahebrücke vor Ort.
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