Arbeitslosigkeit auf bisher niedrigstem Stand
Im Juni ging die Arbeitslosigkeit noch weiter zurück, obwohl sich –wie immer vor den Ferien – junge Menschen nach Schul- und Ausbildungsabschluss zusätzlich arbeitslos meldeten. Die heimischen Unternehmenzeigten im Juni weiterhin einen hohen Arbeitskräftebedarf.
„Trotz der erwarteten Zunahme von Arbeitslosmeldungen durch junge Menschen, die ihre schulische oder berufliche Ausbildung vor den Sommerferien abgeschlossen haben, ging die Arbeitslosigkeit im Juni insgesamt noch weiter zurück“. Diese Botschaft kann Karl-Ernst Starfeld im Rückblick auf die Entwicklung am Arbeitsmarkt in diesem Monat übermitteln. Insbesondere im Rechtskreis SGB II vollzog sich dies, also bei den Kunden, die von den Jobcentern betreut werden. Dies lässt auf eine insgesamt gute Aufnahmefähigkeit des regionalen Arbeitsmarktes schließen. „Wirklich auffallend im positiven Sinne ist das sehr hohe Angebot an freien Arbeitsplätzen, dass die hiesigen Betriebe im Juni – noch vor oder trotz Beginn der Urlaubs- und Ferienzeit – zur Verfügung stellten“. Gerade diese Tatsache gibt laut Starfeld auch für die kommenden Monate weiter Anlass zu Optimismus. „Während des Sommers gilt es, die jungen Menschen, die nicht im Ausbildungsbetrieb bleiben konnten oder wollten, schnellstmöglich zu vermitteln. Dabei haben wir aber weiter – über die jahreszeitliche Entwicklung hinaus – einen besonderen Fokus auf die 50-Jährigen und Älteren, die zwar auch Anteil an der guten Entwicklung haben, aber noch immer in geringerem Umfang“, so Starfeld. „Vielleicht“, so schließt der Agenturleiter, „haben wir in einem der nächsten Monate eine noch geringere Arbeitslosenquote – es wäre die niedrigste, die es seit langer Zeit im Agenturbezirk gab“.
Arbeitsmarkt, Gesamtzahl und Quote:
Im Juni waren im Bezirk der Agentur für Arbeit Bad Kreuznach insgesamt 9 302 Menschen arbeitslos, 112 oder 1,2 Prozent weniger als im Mai und 404 oder 4,2 Prozent weniger als vor einem Jahr. Dies entsprach einer Arbeitslosenquote von 5,9 Prozent, ebenso wie im Oktober 2008 die niedrigste überhaupt.
3 057 Personen oder 32,9 Prozent wurden im Juni von der Arbeitsagentur, 6 245 oder 67,1 Prozent von den Jobcentern betreut. Der Rückgang der Arbeitslosigkeit erfolgte im Juni nur im Rechtskreis SGB II (Grundsicherung). Im Rechtskreis SGB III wirkte sich das Ausbildungsende vor den Sommerferien deutlich aus und führte sogar zu einem leichten Anstieg der Arbeitslosigkeit.
Bewegungen (An- und Abmeldungen):
2 529 Menschen kamen im Juni neu oder erneut auf der Suche nach Arbeit auf Arbeitsagentur und Jobcenter zu. Dies sind 263 oder 11,6 Prozent mehr als im Mai. Damit sind die Anmeldungen in Arbeitslosigkeit seit dem letzten Monat, als deren Zahl außerordentlich gering, war, wieder angestiegen. Der Grund ist jahreszeitlich üblich: Vor den Ferien melden sich Schulabsolventen ohne Abitur und vor allem Ausbildungsabsolventen, die nicht im Ausbildungsbetrieb bleiben, an. Diese Anmeldungen schlagen sich auch ausschließlich im Rechtskreis SGB III, also im Versicherungssystem, in dem junge Menschen ohne Leistungsanspruch nach der Schule oder mit einem Leistungsanspruch nach der Ausbildung schwerpunktmäßig betreut werden, nieder. Den 2 529 Anmeldungen standen allerdings 2 641 Abmeldungen gegenüber. Dies führte auch im Juni noch einmal zu einem weiteren Rückgang der Arbeitslosigkeit.
Die regionalen Unterschiede drücken sich auch in den Arbeitslosenquotenauf Kreisebene aus:Landkreise:· Landkreis Bad Kreuznach: blieb bei 6,4 Prozent (Vorjahr 6,7 Prozent)· Landkreis Birkenfeld: fiel von 6,5 Prozent auf 6,3 Prozent (Vorjahr 6,3Prozent)· Landkreis Rhein-Hunsrück: fiel von 4,2 Prozent auf 4,0 Prozent (Vorjahr4,4 Prozent)




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