Delegation aus Montenegro besucht den Landkreis
Ende Mai 2011 war eine Delegation aus Montenegro zu Gast im Landkreis Bad Kreuznach. Begleitet von dem Bad Kreuznach Regionalentwickler Thomas Pornschlegel, der im Projektmanagement der neuen EU-Beitrittsländer tätig ist, besuchte eine Delegation aus Montenegro den Landkreis Bad Kreuznach.
Als kleines Präsent überreichte Landrat Diel den Delegationsteilnehmern die Landkreistasche mit Motiven aus dem gesamten Landkreis.
Um die regionale Entwicklung im Norden des Landes zu unterstützen (Montenegro ist gekennzeichnet durch ein starkes Entwicklungsgefälle zwischen der im Süden liegenden Küstenregion und dem gebirgigen Norden des Landes) wurde 2009 eine regionale Entwicklungsagentur ins Leben gerufen. Diese deckt eine Region mit sechs Kommunen auf einer Fläche von 3.400 qkm mit rund 120.000 Einwohnern (Durchschnitts-BIP pro Einwohner in Montenegro = 5.000 €/Jahr) im Nordosten ab.
Neben den kommunalen Verwaltungen gibt es in Montenegro keine weitere formale Verwaltungsebene unterhalb der Zentralregierung.
Federführend für das Entwicklungsvorhaben im Nordosten Montenegros ist die österreichische Entwicklungsagentur ADA (Austrian Development Agency).
Schwerpunkte der von der Agentur verwalteten Fördermittel (in Höhe von ca. 1,5 Mio. €) liegen in den Bereichen nachhaltiger Tourismus/ Kulturtourismus; kommunale Entwicklung; Unterstützung der zwei Nationalparke; Fördermittelberatung und –aquisition.
Am Beispiel der Regionalinitiative Rhein-Nahe-Hunsrück präsentierte Thomas Braßel die Projekte und die Entwicklung im Milden Westen. Von besonderem Interesse war dabei Frage der Trägerschaft und die Einbindung der Wirtschaft in das kreisgrenzenübergreifende, regionale Netzwerk. Die Auslobung und Verleihung eines regionalen Unternehmerpreises sowie die Ausrichtung des Wirtschaftstages mit der begleitenden Messeausstellung wurden aufmerksam zur Kenntnis genommen.
Fragen zur Kommunalverwaltung und die Organisation der Tourismus- und Wirtschaftsförderung standen im Vordergrund der Themen, die Landrat Diel am Beispiel des Landkreises Bad Kreuznach erläuterte. Auch der Umgang mit der schwierigen kommunalen Finanzsituation und die Nutzung der verbleibenden Gestaltungsspielräume wurden im Dialog mit Landrat Diel besprochen.
Im Nachgang zum Besuch in der Kreisverwaltung standen die Naturstation in Bad Münster, die Ebernburg, die Bannmühle in Odernheim und der Rewe-Markt in Bad Kreuznach (Verkaufpräsentation von SooNahe-Produkten) auf dem Programmablauf der Delegation.




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