„Ein wichtiger und schöner Lebensabschnitt geht zu Ende…
„Ein wichtiger und schöner Lebensabschnitt geht zu Ende.
Für mich war dieses Amt weit mehr als nur ein Job. Ich habe es mit Herz und Verstand gelebt.“ In seiner letzten Stadtratssitzung verabschiedete sich Oberbürgermeister Andreas Ludwig mit einer kurzen Bilanz seiner 16 Jahre an der Spitze der Stadt Bad Kreuznach, von 1995 bis 2003 als Baudezernent und die vergangenen acht Jahre als Oberbürgermeister.
Dabei unternahm er einen „gedanklichen Spaziergang“ durch die Stadt, die sich „prächtig entwickelt hat“. Er startete mit dem mehr als gelungenen Hochwasserschutz und erinnerte dabei an die beiden Flutkatastrophen 1993 und 1995. Besonders stolz ist er, dass die Herausforderung Konversion nach der Standortverlagerung der US Army gemeistert wurde und mit der BKEG die Entwicklung zu neuen Wohn- und Gewerbeflächen auf einem guten Weg ist. Herzenssache für den Familienvater war die Entwicklung zu einer „kinderfreundlichen Stadt“, mit dem steten Ausbau der Betreuungsplätze in den Kindertagesstätten. Meilenstein war für ihn auch der Umbau der Kurstadt zu einem modernen Gesundheits- und Wellnesszentrum, den seine Vorgänger begonnen haben. Schwerpunkte auch die Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur „Diese Aufgabe habe ich immer ganzheitlich gesehen“. So zählte er in seiner Bilanz nicht nur die Nord-Süd-Verbindung und die Ortsumgehung Winzenheim auf, sondern auch die Busspur in der Bosenheimer Straße und die Radwege, die geschaffen wurden bzw. demnächst realisiert werden. So gab es Donnerstag noch grünes Licht für einen Radweg im Viadukt Wöllsteiner Straße. Für ein Projekt, für das Ludwig jahrelang gekämpft hatte, stellte der Stadtrat endgültig die Weichen: Die Modernisierung des Bahnhofes als Verkehrsstation, mit der noch im Sommer begonnen werden soll.
Besondere Momente in seiner Amtszeit waren auch der Rheinland-Pfalz-Tag 2009 in Bad Kreuznach und 2004 der Olympiasieg von Trampolinturnerin Anna Dogonadze, der mit einem großem Empfang auf dem Bad Kreuznacher Jahrmarkt begeistert gefeiert wurde. Ludwig vergaß aber auch nicht die traurigen Augenblicke. Dazu gehörte der Tod von Ehrenbürger Alex Jacob und einer Frau, die bei einem Brand in einem Wohnhaus in der Kaiser-Wilhelm-Straße ums Leben kam.
„Ein herzliches Dankeschön an alle, die mich unterstützt haben, insbesondere an meine Familie“. Für die großen Herausforderungen, die Politik und Verwaltung noch zu bestehen haben, gab er als Rat und Mahnung mit auf den Weg: „Sich als Mannschaft zu verstehen, sonst geht man unter“. Seiner Nachfolgerin Heike Kaster-Meurer wünscht er „alles Gute und viel Glück.“
Mit lang anhaltemden Beifall erhoben sich alle Ratsmitglieder von ihren Plätzen. Alle Sprecher der Fraktionen würdigten neben den fachlichen auch die menschlichen Qualitäten Ludwigs. Schlagworte wie Offenheit, Dialogbereitschaft und Respekt wurden dabei mit persönlichen Begebenheiten in der Zusammenarbeit mit dem Oberbürgermeister unterstrichen.
So passen dann auch die Schlussworte Andreas Ludwigs zu diesen Würdigungen: „Herzlichkeit und Menschlichkeit müssen Maßstab unseres Handelns sein.“




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