Aktion Füreinander spendet Kleinwagen an „sozialstation nahe“
Einen viertürigen Kleinwagen vom Typ Toyota Aygo im Wert von 10.000 Euro spendete die Aktion Füreinander, der Förderverein der gemeinnützigen „sozialstation nahe“, für den Hol- und Bringdienst ihrer Betreuungsgruppen in Bad Sobernheim. Zwei Betreuungsangebote am Nachmittag bestehen bereits, ein drittes ist gerade im Aufbau. 90 Prozent der betreuten Gäste müssen zuhause abgeholt und später wieder zurückgebracht werden. Dabei soll künftig der kleine rote Flitzer zum Einsatz kommen.
Die Sozialstation verfügt inzwischen über 90 rote Kleinwagen, mit denen die rund 300 Pflegekräfte etwa 450.000 Hausbesuche pro Jahr bei den bereits mehr als 1000 Klienten in den Verbandsgemeinde Kirn-Land, Meisenheim, Bad Sobernheim, Rüdesheim und Stromberg absolvieren. Die Fahrdienste zu den Betreuungsangeboten werden größtenteils durch ehrenamtliche Helfer übernommen, für die ständig Unterstützung gesucht wird. Wer sich ehrenamtlich bei der Aktion Füreinander im Sobernheimer Raum einbringen möchte, kann sich unverbindlich durch die Sozialstation, Telefon 06751/2242, informieren lassen.
Hans-Jürgen Dinig, Geschäftsführer des gleichnamigen Autohauses in Hochstetten-Dhaun, bedankte sich für das Vertrauen, rund die Hälfte des Sozialstation-Fuhrparks liefern und warten zu dürfen. Für das neue Fahrzeug spendierte er einen Satz Winterräder mit dem Wunsch, dass dieses auch in der kalten Jahreszeit stets sicher unterwegs sein möge.
Hans-Walter Liese, der Vorsitzende der Aktion Füreinander, erinnerte an die Gründung des Fördervereins vor fünf Jahren. Erklärtes Ziel sei es, gegen Verwirrung, Vereinsamung oder Verwahrlosung in der Nachbarschaft aktiv zu werden. Die Aktion organisiere den Einsatz von ehrenamtlichen Helfern, die durch nachbarschaftliche Hilfen, gemeinsames Spielen, Vorlesen oder Zuhören der Einsamkeit alter oder kranker Menschen entgegentreten. Zudem gewähre der Förderverein Zuschüsse, damit pflegebedürftige Menschen in der eigenen Wohnung bleiben und auch palliativmedizinische Leistungen im letzten Lebensabschnitt, die nicht umfassend durch Pflege- oder Krankenversicherungen erstattet werden, erbracht werden können.
Otmar Steeg, der stellvertretende Vorsitzende der Aktion Füreinander, sucht noch „Persönlichkeiten als tragende Säulen“, um den Förderverein auch im Kirner, Meisenheimer und Bad Sobernheimer Raum zu unterstützen und noch bekannter zu machen.
Der Aufbau der Betreuungsangebote sei gut angelaufen, berichte Stefan Hasslinger, der Geschäftsführer der „sozialstation nahe“. In Bad Sobernheim würden bereits zwei Nachmittagsgruppen von 14 bis 18 Uhr angeboten, eine Dritte werde gerade eingerichtet. Auch im Staudernheimer Gemeindehaus werden einmal pro Woche alte und kranke Menschen von 13.30 bis 17.30 Uhr betreut, um die pflegenden Angehörigen durch ein wenig persönlichen Freiraum zu entlasten. Der Aktion Füreinander und ihren Unterstützern dankte Hasslinger herzlich für die
Fahrzeugspende, die zur erforderlichen Mobilität der Menschen in den Betreuungsgruppen beitrage.
Bildtext: Schlüsselübergabe für den viertürigen Kleinwagen, den die Aktion Füreinander für den Hol- und Bringdienst der Betreuungsgruppen der „sozialstation nahe“ in Bad Sobernheim gespendet hat: (von links) stellvertretender AF-Vorsitzender Otmar Steeg, AF-Vorsitzender Hans-Walter Liese und Autohändler Hans-Jürgen Dinig mit Geschäftsführer Stefan Hasslinger, stellvertretender Pflegedienstleisterin Manuela Ruffini sowie Pflegedienstleiter Alexander Franzmann von der „sozialstation nahe“.
Text/Foto: Norbert Krupp www.krupppresse.de




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