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Geheimnisvoller Fund im OB-Dienstzimmer: Wandtresor unter der Tapete verborgen!

8 Juli 2011 Noch kein Kommentar
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Wo ist der Schlüssel? Um den sagenhaften Schatz der Nibelungen ranken sich viele Mythen. Man wüsste nur zu gerne, wo Hagen von Tronje Gold, Silber und Juwelen versteckt oder an welcher Stelle er ihn im Rhein bei Worms versenkt hat. Im Stadthaus von Bad Kreuznach liegt er sicher nicht, wenngleich der bei der Renovierung des Dienstzimmers der Oberbürgermeisterin entdeckte Wandtresor für ein spannendes Rätsel sorgt. Über viele Jahrzehnte lag er verborgen unter einer Tapete. „Vielleicht hat  er einen solchen Wert, dass sich ein Großteil unserer finanziellen Sorgen erledigt haben“, kommentierte Oberbürgermeisterin Dr. Heike Kaster-Meurer scherzhaft den Fund. Die  spannungsvolle Erwartung wird  dadurch gesteigert, dass der dazugehörige Schlüssel zum möglichen materiellen Segen noch nicht gefunden wurde.

 

Bei der Spurensuche fragte man bei  Karl-Heinz Katzenbächer an, der  als Lehrling bei der Stadtverwaltung begann und von 1964 bis 1987 geschäftsleitender Beamter war. „Das gibt es doch nicht“, lachte der rüstige Senior am Telefon.  Er ist hundertprozentig sicher, dass alle Bürgermeister und Oberbürgermeister in seiner Dienstzeit vom Wandtresor nichts wussten. Und dies waren immerhin  Bürgermeister Dr. Jungermann (1952-1956), Oberbürgermeister Dr. Muhs (1957-1967), Oberbürgermeister Fink (1967-1985) und Oberbürgermeister Schwindt (1985-1995). Nach Katzenbächers Erinnerung wurde das OB-Dienstzimmer bis nach dem Zweiten Weltkrieg für Sitzungen des Stadtrates und der Ausschüsse genutzt. Demnach müsste Dr. Kohns (1949-1952) als erster hauptamtlicher Bürgermeister dort residiert haben.

 

Historisch ist auch das Mobiliar des Dienstzimmers zu nennen. Der ausgemusterte Schreibtisch stammte noch aus Finks Zeiten. Die Schrankwand wurde für sein Nachfolger Schwindt gekauft. Der Glastisch, mittlerweile im Besprechungszimmer der Bauverwaltung,  steht für die Ära Rolf Ebbeke. Zuletzt gestrichen wurden die Wände in  der Amtszeit Ludwig. Die Tapete muss nach derzeitigem Stand der Recherche mindestens 70 Jahre alt gewesen sein. Die Freude über einen modernen und zeitgemäßen Arbeitsplatz beschäftigt Dr. Heike Kaster-Meurer weniger als die Suche nach dem Schlüssel.   „Wenn wir den nicht finden, müssen wir wohl einen Panzerknacker engagieren.“ Denn das Geheimnis des Wandtresors soll nach so langer Zeit in jedem Fall gelüftet werden. 

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