Im „Pariser Viertel“ entsteht ein „Pocket-Park“
Innenminister Lewentz überbringt Bewilligungsbescheide und sorgt für Zukunftsprojekte
Für große Erleichterung in den Bad Kreuznacher Reihen sorgte der Minister des Innern, für Sport und Infrastruktur bei einem Besuch in Bad Kreuznach, zu dem er zwei Bewilligungsbescheide für die Gebiete „Soziale Stadt“ mitbrachte. Die Projekte Pocket Park und Renovierung Bolzplatz im „Pariser Viertel“ und die Verkehrsberuhigung vor der Dr. Martin-Luther-King-Schule wurden zwar vom Stadtrat beschlossen, unterliegen aber einem besonderen Einigungsverfahren zwischen den Ministerien aufgrund des hohen Schuldenstands der Stadt. Für alle drei Maßnahmen brachte der Minister nun die Bewilligungsbescheide und das zustimmende Ergebnis im Einigungsverfahren mit. Damit werden erneut „Soziale Stadt“-Maßnahmen durch das Land mit 500.000 Euro gefördert. „Ich bin sehr erleichtert darüber“, so Oberbürgermeisterin Kaster-Meurer, „denn für alle drei Projekte war es nicht leicht, Einigung im Stadtrat zu erzielen, und außerdem stehen wir im Wort bei den Bürgerinnen und Bürgern, die diese Projekte auf die Prioritätenliste gesetzt haben“.
Parken, Treffpunkt für jung und alt und Spielen – das alles funktioniert im „Pocket-Park“. An der Planiger Straße im „Pariser Viertel“ wird im Herbst 2011 ein kleiner Park angelegt. „Eine kleine grüne Oase mitten in der Stadt, in der die Kinder spielen dürfen und Erwachsene und Jugendliche sich treffen können“, freuen sich Oberbürgermeisterin Dr. Heike Kaster-Meurer und Bürgermeisterin Martina Hassel bei der Übergabe der Förderbescheide durch Innenminister Roger Lewentz. Im Rahmen des Förderprogramms „Soziale Stadt“ steuert das Land den Löwenanteil der Gesamtkosten bei. Dafür bedankten sich die Vertreterinnen der Stadt beim Innenminister, der sich am Mittwoch höchstpersönlich vor Ort das Projekt ansah. Dazu Innenminister Lewentz: „Schon ein erster Rundgang durch das ‚Pariser Viertel‘ vor zwei Jahren hat mich überzeugt. Dieser Stadtteil braucht unsere Unterstützung“.

Auf dem öffentlichen Parkplatz wird in der Mitte eine 450 Quadratmeter große Fläche mit Bäumen, Bänken, Grün, einer wassergebundenen Decke und kleinen Spielgeräten gestaltet. Eingebettet ist der kleine Park in zwei angrenzende Parkplätze mit insgesamt 350 Quadratmetern (20 Stellplätze), daher auch der Begriff „Pocket-Park“ (sinngemäß kleiner Park). Schmuckstück wird ein Brunnen sein, der aus Spenden der Sparkasse Rhein-Nahe, der Gewobau, der Firma Holz und weiteren privaten Spenden aus der Anwohnerschaft finanziert wird. „Auch das zeigt die Bereitschaft der Menschen, sich für ihr Viertel zu engagieren”, so Bürgermeisterin Hassel. Das Bürgerbeteiligungsprogramm hat über Feste, Ideenwerkstätten etc. nicht nur ein Gemeinschaftsfühl entwickelt, sondern bereits auch gute Ergebnisse gebracht. Das Pariser Viertel hat sogar ein eigenes Logo, das in einem Wettbewerb ermittelt wurde. Es betont das Verbindende der Kulturen. Im Pariser Viertel liegt der Anteil der ausländischen Bewohnerinnen und Bewohner bei 35 Prozent (Stadtschnitt 14 Prozent). „Schritt für Schritt werden wir mit den Menschen dort deren Wohnumfeld weiter verbessern“, so Dr. Heike Kaster-Meurer. Der Stadtrat hat bereits ein so genanntes Integriertes Entwicklungskonzept für das Fördergebiet „Pariser Viertel“ beschlossen. Vorgesehen sind unter anderem ein weiterer Spielplatz, der Neubau einer Kindertagesstätte und mehr Grünflächen. „Dabei setzen wir natürlich auf die weitere Unterstützung des Landes“, sagt die Oberbürgermeisterin mit Blick in Richtung Innenministerium und hofft zudem, dass die gekürzten Bundesmittel das Programm nicht beeinträchtigen.




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