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Neubau Nahebrücke

19 Juli 2011 Noch kein Kommentar
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Der Neubau und die Sanierung der alten Nahebrücke ist eines der sensibelsten städtebauli­che Projekte der kommenden Jahre. Oberbürgermeisterin Dr. Heike Kaster-Meurer hat sich der Großbaustelle gleich bei Amtsantritt persönlich angenommen.

„Die Arbeiten haben für die Verwaltung oberste Priorität und sie müssen in allen Phasen mit größtmöglicher Transparenz betrieben werden. Die Menschen müssen wissen, was wann als nächstes an der Reihe ist. Besonders Betroffene und Anlieger müssen informiert und be­teiligt werden“, stellt die Oberbürgermeisterin fest.

Derzeit stelle sich die Lage so dar, dass es sich um drei große Schritte handelt:

Die Sanierung des historischen Teils der Brücke über den Mühlenteich mit der kompletten Erneuerung des Belages, der Abriss der Brücke über die Nahe und deren Neubau. Feder­führend sei das renommierte Planungsbüro Dr. Bernhard Schäpertöns und Partner. Neubau und einheitliche Gestaltung der beiden Brücken erfolgten aufgrund des Gestaltungsentwurfs der dänischen Architekten Dis­sing und Weitling, dem der Stadtrat zugestimmt hatte.

Insgesamt werde mit einer Bauzeit von mindestens 18 Monaten gerechnet. Der Beginn solle im zweiten Quartal 2012 erfolgen. Im günstigsten Fall, so die Oberbürgermeisterin, könne mit einem Abschluss der Arbeiten Ende 2013 gerechnet werden. Dabei seien aus heutiger Sicht Verzögerungen natürlich aus diversen Gründen möglich: so sei man vor allem davon abhän­gig, wie sich die Pegelstände der Nahe im Winter 2012/2013 darstellen werden.

Während das Aussehen der neuen Brücke geklärt sei, stünde die Beantwortung vieler anderer Fragen noch aus. Die Auswertung von Probebohrungen müsse zeigen, welche Sa­nierungsmaßnahmen bei der Brücke über den Mühlenteich erforderlich seien und wie es um deren Tragfähigkeit bestellt sei. Abhängig davon sei zu klären, wann und wie diese Maß­nahmen durchzuführen seien.

Doch in der Zwischenzeit müssten die Belastungen für die Anlieger so gering wie möglich gehalten werden. Eine Fußgängerbehelfsbrücke werde dafür sorgen, dass die Ver­bindung zwischen Alt- und Neustadt nicht gänzlich gekappt werde. Für den Baustellen­verkehr müsse eine Lösung gefunden werden, die die Belastung des Kurgebiets vermeide. Dies könne eine Öffnung der Geesebrück bedeuten, aber auch andere Lösungen für die Baustelleneinrichtung außerhalb des Kurgebiets seien noch zu prüfen.

Maßgeblich für Maßnahmenumfang, Zeitplan, Baustellenorganisation und natürlich auch die Kosten seien nun die Vorgaben der vor drei Monaten beauftragten Fachplaner bis zum Herbst.

Die Stadt, so Kaster-Meurer, wolle die Belastungen, die für Anwoh­ner, Vermieter und Geschäftsleute zu erwarten seien, durch besondere Aktivitäten minimieren. Events in der Neustadt, wie eine Wiederbelebung des Eiermarktfestes und die Nutzung der Baustelle als „Schaustelle“ sollten auch positive Akzente setzen.  Mit den diversen Akteuren im Bereich der Stadt und ihrer Gesellschaften, aber auch darüber hinaus, solle ab Herbst ein Aktionsprogramm ver­einbart werden.

Wie und wann es losgehe, das solle vor einer Veröffentlichung zunächst direkt mit den un­mittelbar Betroffenen Anwohnern und Anliegern besprochen werden. „Die Vorgespräche werden in den nächsten Wochen beginnen, sobald wir auf der Planungsseite klarer sehen und dann werden wir auch kurze Wege und Verfahren vereinbaren, die einen ständigen In­formationsaustausch sicherstellen.“

Die Neugestaltung der Nahebrücke werde im Ergebnis – da ist sich Kaster-Meurer sicher – eine wesentliche Aufwertung des historischen Herzstücks Kreuznachs und einen positiven Effekt für den ganzen Stadtmitte bringen. Die Eingangssituation in die Gassen der Neustadt werde sich nicht zuletzt optisch verbessern. Und das wünscht sich die OB auch für den ganzen Stadtteil „iwwer Noh“. Um die reizvollen Straßen, Plätze und Gassen rund um den Eiermarkt und beiderseits der Mannheimer Straße angemessen zur Geltung zu bringen, sei auch bei Anbringung von Werbeanlagen und Beschilderungen mehr Sensibilität gefordert als bisher an einigen Stellen zu erkennen sei. Daher will Kaster-Meurer dem Rat eine Gestaltungssatzung vorschlagen, die regelt, nach welchen Gesichtspunkten Werbeschilder zukünftig von der Verwaltung genehmigt werden sollten. Das sei ein bei historischen Altstädten übliches und notwendiges Verfahren zur Pflege des historischen Stadtbildes.

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