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20 Jahre Partnerschaft >Rwanda<

15 August 2011 Noch kein Kommentar
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20 Jahre Partnerschaft verbinden den Kirchenkreis An Nahe und Glan mit der Synodalregion Rubengera in Rwanda. Eine Delegation aus dem afrikanischen Land kommt vom 21. August bis zum 10. September hierher, um das Jubiläum gemeinsam mit den Kirchengemeinden zu feiern. „Wir sind stolz darauf, dass unsere Partnerschaft zwei Jahrzehnte und sogar den Bürgerkrieg in Ruanda überdauert hat“, äußert sich Superintendent Marcus Harke.

 

Motor der Freundschaft ist der Synodale Fachausschuss Ruanda unter Vorsitz von Margot Holbach und ihres Stellvertreters Burkhard Gosch. Beide haben zusammen mit den übrigen Ausschussmitgliedern ein umfangreiches Programm für den Besuch vorbereitet. „Wir freuen uns sehr, wieder die vertrauten Gesichter der Freunde zu sehen“, erklärt Margot Holbach. Fidèle Sibomana, Regionalpräsident der Eglise Presbytérienne au Rwanda, Emmanuel Hakizimana, Präsident des Partnerschaftskomitees, Andréanne Kabazayire, die Vorsitzende des Diakonie-Ausschusses und Michel Uwimbabazi, Finanzsekretär des Partnerschaftskomitees, werden Gemeinden und Einrichtungen im Kirchenkreis besuchen und auch im rheinland-pfälzischen Innenministerium zu Gast sein.

 

Ein wichtiges Thema der Gespräche wird die Zukunft der Hilfsprojekte für Kinderfamilien in Rwanda sein. „Die Spendenbereitschaft ist hier leider stark zurückgegangen“, bedauert Margot Holbach. Sie selbst kann aus gesundheitlichen Gründen nicht nach Afrika reisen, koordiniert aber von hier aus unermüdlich die verschiedenen Projekte zur Unterstützung von Kindern und Jugendlichen, die ihre Eltern – zumeist durch die Immunschwächekrankheit Aids – verloren haben. Burkhard Gosch konnte sich an Ort und Stelle davon überzeugen konnte, wie die Hilfe ankommt. 250 000 Euro hat der Kirchenkreis an Spenden in den letzten fünf Jahren über Patenschaften allein für die Kinderfamilien aufgebracht. Davon werden Schulgeld, Krankenversicherung und die Grundversorgung mit Nahrungsmitteln für 1483 Waisen finanziert. Hinzu kamen weitere Projekte, unter anderem zum Aufbau von landwirtschaftlichen Betrieben mit Ausbildungsmöglichkeiten für Jugendliche.

 

Die Hilfe zur Selbsthilfe für die Partner wird in der Beziehung weiterhin eine bedeutende Rolle spielen. Doch noch etwas anderes ist Margot Holbach wichtig. „Die Partnerschaft hat die schlimmen Zeiten des Bürgerkriegs überdauert, wir haben aneinander gedacht und füreinander gebetet“, betont sie. Für die damals noch junge Freundschaft war der Völkermord, der 1994 in dem afrikanischen Land so viele Opfer gefordert hatte, eine große Herausforderung. „Wir haben jeden Sonntag im Gottesdienst Fürbitte gehalten“, erinnert sich Margot Holbach. Sobald es möglich war, wurden Kleidersammlungen und andere Hilfstransporte organisiert und das erste Kinderfamilien-Projekt für die Waisen aus dem Bürgerkrieg ins Leben gerufen.

 

Vor 20 Jahren wurde in einem Gottesdienst in der Bergkirche Waldböckelheim der Partnerschaftsvertrag unterzeichnet. Darum soll in diesem Gotteshaus auch der Festgottesdienst zum Jubiläum stattfinden. Termin ist der Partnerschaftssonntag, 4. September. Der Gottesdienst beginnt um 14 Uhr, anschließend geht es zur Partnerschaftsfeier ins Waldböckelheimer Bürgerhaus.

Marion Unger

Mehr zum Programm des Jubiläumsbesuches unter www.nahe-glan.de

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