Ausflüge in das 19. Jahrhundert – Tag des offenen Denkmals in Bad Kreuznach
Am 11.September ist wieder Tag des offenen Denkmals. Er lädt zur Begegnung mit Spuren der Vergangenheit der Stadt ein. Diesmal steht das bundesweite Ereignis unter dem Motto „Romantik, Realismus, Revolution – das 19. Jahrhundert“. Dazu haben die VHS Bad Kreuznach und der Verein für Heimatkunde für Stadt und Kreis Bad Kreuznach und die GuT wieder ein vielseitiges Programm zusammen gestellt. Auftakt ist um 11.00 Uhr in der Römerhalle die Vorstellung des ersten „Kreuznacher Lesebuches“. Es erzählt unterhaltsam das Leben im Kreuznach des 19. Jahrhunderts im Spiegel von Augenzeugenberichten, Reisetagebüchern und. Die vielen authentischen Zeugnisse hat Julius Reisek von der Heimatwissenschaftlichen Bibliothek zusammen getragen. Der Verein für Heimatkunde hat ein Buch daraus gemacht.
Ab 13.00 Uhr stellt Doris Helmstädt das Schloßparkmuseum und den Schloßpark als ein Kind des 19. Jahrhunderts vor. Auf den Spuren des Andreas von Recum führt der Weg vom Museum bis auf den Kauzenberg, denn diesen ganzen Bereich haben die Familien von Recum und Puricelli mit großen Teilen des heutigen Stadtwaldes als Gesamtanlage gestaltet. Treffpunkt ist das Schloßparkmuseum.
Um 14.00 Uhr erläutert Elisabeth Werden-Troll nicht nur die Entstehung und Geschichte der Kreuzkirche um die Wende zum 19. Jahrhundert, sondern auch die historischen Gründe für ihre Entstehung. Treffpunkt an der Wilhelmstraße.
Ab 15.00 Uhr beleuchtet Dr. Michael Vesper in seinem Vortrag „Romantik und Biedermeier im Heilbad“ im Salon Atatürk des Kurhauses die ersten Jahrzehnte der Kur in Bad Kreuznach. Sie brachte neue Menschen, neue Hotels und Villen, veränderte das Stadtbild und das gesellschaftliche Leben. Das Kurhaus ist das letzte Grandhotel der Blütezeit der Kur vor dem 1. Weltkrieg.
Ab 16.00 Uhr rückt der Hauptfriedhof als Zeugnis der Stadtentwicklung des 19. Jahrhunderts in den Blickpunkt. Der Friedhof entstand, weil die alte Anlage an der Pauluskirche für das Kurgebiet aufgegeben wurde. Doris Helmstädt bringt den Spaziergängern die vielen Kulturdenkmäler nahe, die auf dem Friedhof gerade zu entdecken sind.
Um 17.00 Uhr bildet ein Vortrag des Sammlers und Stadtgeschichten-Erzählers Steffen Kaul den Abschluss der Veranstaltungsreihe. Am Eiermarkt 8 stand einst das Gründungshaus der Firma Seitz-Filter. Heute ist hier das italienische Restaurant Dolce Vita zuhause. Steffen Kaul stellt an historischer Stelle – natürlich mit Bildmaterial – Kreuznacher Gewerbebetriebe des 19. Jahrhunderts vor, die in vielen Fällen in der Neustadt ihren Anfang nahmen.
Auf dem Programm stehen außerdem:
Um 11.00 Uhr eine Führung im Sankt Franziskastift durch dessen Direktor Paul Kaiser.
Um 11.00 – 17.00 Uhr ist das Cauer-Haus, Rheingrafenstr.1, geöffnet. Die Familie Cauer erlebte im 19. Jahrhundert ihre große Zeit und beeinflusste gerade in der ersten Hälfte nicht unwesentlich das gesellschaftliche und kulturelle Leben.
Um 14.00 – 17.00 Uhr kann man auf dem Gradierwerk Karlshalle (neben Brauwerk) erfahren, welche Bedeutung die Salzproduktion für die Stadt und das Kurwesen hatte und wie sie im Salinental seit 1732 funktionierte.




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