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Kleine Pferde bereiten große Freude

16 August 2011 Noch kein Kommentar
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Gelungene Überraschung für die Senioren einer Betreuungsgruppe der „sozialstation nahe“

 

 

 

Hargesheim. Ungewöhnlichen Besuch hatten jetzt die Teilnehmer einer Betreuungsgruppe der gemeinnützigen „sozialstation nahe“: Drei amerikanische Miniaturpferde aus der Zucht von Tierärztin Dr. Alexandra Erbeldinger (Merxheim) kamen in die Runde der von Verwirrung oder Demenz betroffenen Senioren, um sich von ihnen Füttern, Striegeln und Streicheln zu lassen. Die alten Menschen waren begeistert; sogar diejenigen, die zuvor scheinbar gedankenverloren im Rollstuhl gesessen hatten, erwachten aus ihrer Abwesenheit und freuten sich, den zutraulichen Pferdchen Möhren und Äpfel zu reichen oder sie vorsichtig streicheln zu können.

Gerne war Tierärztin Dr. Alexandra Erbeldinger der Einladung von Stefan Hasslinger, dem Geschäftsführer der „sozialstation nahe“, gefolgt, einmal die Senioren mit den von ihr im Gestüt „Avarella“ (www.avarella.de) gezüchteten Miniaturpferden zu überraschen. Die kleinen Pferde sind ausgesprochen gutmütig und wirken trotz ihrer geringen Größe sehr elegant. Mit den bereits therapieerfahrenen Stuten Abby, Munch Kin und Lady kam Dr. Erbeldinger sie zu den im Innenhof der Sozialstation im Kreis sitzenden Senioren, die sich gerade einen Ball zugeworfen hatten. Ihr vierjähriger Sohn Silas und das achtjährige Nachbarskind Katharina Staudt führten je eine der Stuten, die zuerst einmal mit Möhren und Äpfeln verwöhnt wurden. Danach ließen sich die Tiere gerne streicheln. Als Dr. Erbeldinger später noch Bürsten verteilte, erwachte bei einigen Senioren der Ehrgeiz, die kleinen Vierbeiner sorgfältig zu Striegeln. Das behagten den zahmen Pferdchen so gut, dass sie die Augen schlossen und fast einzuschlafen schienen.

Tina Neubauer, die Leiterin der Hargesheimer Betreungsgruppen, und ihre Mitarbeiterin Ute Steinseifen freuten sich, dass das Experiment derart erfolgreich verlaufen ist und die Senioren die vierbeinigen Besucher so begeistert aufgenommen haben. Auch für die ehrenamtlichen Helfer, die sich liebevoll um die kranken Menschen kümmern, war dieser Nachmittag ein besonderes Erlebnis.

Geschäftsführer Stefan Hasslinger und Pflegedienstleiterin Corinna Wirth dankten Dr. Erbeldinger für die Zeit, die sie und ihre Begleiter in den Besuch investiert haben, um den alten Menschen eine Freude zu bereiten.

Die „sozialstation nahe“ betreibt derzeit montags, dienstags und mittwochs Ganztagsbetreungsgruppen, eine vierte Ganztagsgruppe wird gerade am Donnerstag aufgebaut. Freitags besteht eine Halbtagsgruppe. Die Gruppen werden von etwa 70 Teilnehmern im Alter ab etwa 70 Jahren besucht, das Durchschnittsalter liegt über 80. Geschäftsführer Hasslinger bewertet die Gruppen als wichtigen Beitrag zur Entlastung der pflegenden Angehörige, die mitunter 24 Stunden am Tag und sieben Tage in der Woche für ihren Patienten da sein müssten. Das Angebot, ein- oder zweimal in der Woche ein paar Stunden freie Zeit zu bekommen, während der gepflegte Angehörige in einer Betreuungsgruppe gut aufgehoben sei, werde dankbar angenommen; dies trage dazu bei, die ambulante Pflege im häuslichen Bereich länger möglich zu machen, erklärte Hasslinger.

Die „sozialstation nahe“ sucht ständig ehrenamtliche Helfer, die sich in ihren Betreuungsgruppen an den Standorten Hargesheim, Staudernheim, Bad Sobernheim und Kirn engagieren möchten. Auch Fahrer für die Hol- und Bringdienste, die für die Betreuungsgruppen betreiben werden, werden benötigt. Nähere Informationen bei der Sozialstation, Telefon 0671/84464-0.   

KruppPRESSE

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