Kreuznacher Unionspolitiker kritisieren Schließung des Katasteramtes
Seit einiger Zeit schon wurde darüber spekuliert, nun steht es fest: Das Bad Kreuznacher Katasteramt wird geschlossen. Der CDU-Kreisvorsitzende Dr. Herbert Drumm kritisiert diese Entscheidung: „Die rot-grüne Landesregierung hat sich ein Mehr an Bürgernähe auf die Fahnen geschrieben. Gleichzeitig erwartet man von den Mitarbeitern und Bürgern im Kreis allerdings, künftig bis nach Alzey oder Birkenfeld zu fahren.“ Drumm befürchtet, dass die Schließung des Katasteramtes ein Signal für einen schleichenden Abbau von Ämtern und Behörden in Bad Kreuznach sein könnte.
Auch bei dem CDU-Stadtratsfraktionsvorsitzenden Jens Heblich und dem Kreistagsfraktionsvorsitzenden Ralf Hippert stößt die Entscheidung auf Unverständnis. „Es verwundert mich schon, dass der hiesige SPD-Abgeordnete Pörksen sich nicht im Vorfeld stärker eingesetzt hat, um diesen erheblichen Einschnitt in seinem Wahlkreis zu verhindern“, so Hippert. Die Bad Kreuznacher CDU-Stadtratsfraktion hatte schon im August eine Anfrage an die Oberbürgermeisterin gestellt, um Aufklärung über die Auswirkungen der Pläne zu erhalten. Die Fraktion fordert eine Resolution des Stadtrates zur Erhaltung des Katasteramtes und damit der nötigen Bürgernähe in Bad Kreuznach.
Mehrere Mitarbeiter der Behörde hatten sich im Vorfeld der Entscheidung bereits an die heimische CDU-Landtagsabgeordnete und -Fraktionsvorsitzende Julia Klöckner gewandt. Wie die Betroffenen der Unionspolitikerin berichteten, sei das bezifferte Einsparpotential durch die Schließung von Standorten fraglich. So wurden unter anderem erhebliche Summen in die Modernisierung und Sanierung der Gebäude investiert. „Es gab einige Argumente, die für eine Beibehaltung des Standortes Bad Kreuznach gesprochen haben, wie etwa seine zentrale Lage, das große Einzugsgebiet und die besonders hohe Messtätigkeit. Deshalb halte ich die nun getroffene Entscheidung für absolut bedauerlich“, so Julia Klöckner.




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