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Neue Pumpen stärken den Hochwasserschutz

22 September 2011 Noch kein Kommentar
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Das Hochwasser am 7. Januar diesen Jahres hatte glücklicherweise für die Menschen in Bad Kreuznach keine Folgen. Bei einem Höchststand von 7,07 Metern blieb die Stadt von großen Schäden verschont. Der Hochwasserschutz hat sich wieder einmal bewährt. „Das ist aber für uns kein Grund, die Hände in den Schoß zu legen“, sagt der für den städtischen Bauhof zuständige Dezernent Wolfgang Heinrich.

Schwachstellen, die beim Hochwassereinsatz zu Tage traten, wurden erkannt und weitestgehend abgestellt. So hat die Stadt für 60.000 Euro  sieben leistungsstarke Pumpen gekauft. Die drei großen mobilen Pumpen fördern 310 Kubikmeter Wasser pro Stunde. Damit soll beispielsweise im Salinental verhindert werden, dass das Grundwasser zu stark ansteigt bzw. es bei starkem Dauerregen zu einer Überflutung von Freibad und Stadion kommt. „Mit den Stadtwerken ist vereinbart, dass die Holzbohlen der Absperrschieber für den Triebwerksgraben von Bad Münster durch Alubohlen ersetzt werden und der Graben dadurch besser abgedichtet ist“, erklärt Bauhofleiter Erwin Elfeld.

Im Katastrophenfall sollen die Pumpen an folgenden Stellen zum Einsatz kommen:  Im Salinental am Gradierwerk 2  an der Kanustrecke, Schulzentrum Heidenmauer/Jahrmarktsbrücke, Kleingärten/Schlachthof, Moebusstadion/Pfingstwiese, Priegerpromenade. „Mit eigenen Pumpen sind wir unabhängig vom Landkreis, der seine Gerätschaften im Katastrophenfall an vielen Stellen braucht“, so Heinrich.

Nachbesserung ist auch bei den strömungslenkenden Schutzwällen im Salinental nötig.  Auf einer Länge von  300 Meter sollen mobile Elemente bis maximale 30 Zentimeter Höhe im Bedarfsfall aufgesetzt werden. Die genehmigende Behörde, die SGD Nord in Koblenz, wurde informiert. Die Baukosten werden mit 40.000 Euro veranschlagt. Mit der Kreisverwaltung ist die Stadt im Gespräch, wie der Schutz in Planig im Bereich Appelbach an der Schwelle „Im Brühl“ und an dem Weg  zwischen Römerdorf und B 41 nachgebessert werden kann. Der undichte Auslassschieber an der Schließe der Schlarpp-Mühle in Ippesheim ist repariert.

Die Männer vom Bauhof haben nach dem Hochwasser Fluss- und Bachläufe an neuralgischen Stellen von rund 600 Kubikmetern Treibgut (Stämme, Gestrüpp, Geröll) befreit und zudem auch schadhafte Stellen in Ufermauern ausgebessert. Insgesamt wurden  in den vergangenen Monaten in den vorbeugenden Hochwasserschutz 750 Personal- und 190 Fahrzeugstunden (rund 35.000 Euro) investiert. „Der Hochwasserschutz ist eine Daueraufgabe. Ihn so gut wie möglich zu verbessern, bleibt ein wichtiges Ziel“, so Heinrich. Experten prognostizieren, dass die  Hochwassergefahr in den Wintermonaten steigt und dass die Starkregen durch  den Klimawandel (Erderwärmung) zunehmen.  „Da ist es für uns selbstverständlich, dass die mobilen Schutzelemente auch in diesem Jahre  Ende November/Anfang Dezember) teilweise wieder vorsorglich montiert werden.“

 

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