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Verleihung des Deutschen Tierschutzpreises 2011

15 September 2011 Noch kein Kommentar
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Menschen brauchen Tiere, aber Tiere brauchen auch Menschen. Wie beeindruckend und vielfältig das Engagement für unsere Mitgeschöpfe ist, das konnte man bei der diesjährigen Verleihung des Deutschen Tierschutzpreises erleben. Bereits zum siebten Mal zeichnete der Deutsche Tierschutzbund am Abend zusammen mit der Zeitschrift FUNK UHR und den Marken Pedigree und Whiskas mit diesem bundesweit einzigartigen Preis Tierschützer und Tierfreunde aus, die sich besonders aktiv für das Wohl der Tiere einsetzen. Ganz besonderer Gastgeber für die Feierlichkeiten in diesem Jahr war das Museum für Mensch und Natur im Schloss Nymphenburg in München. 

Der erste Preis (3.000 Euro) ging an Christel und Manfred Klein für ihren „Klein’er Gnadenhof“ in Letschow (Mecklenburg-Vorpommern). Das Ehepaar nimmt auf seinem Grundstück ausschließlich behinderte oder schwer vermittelbare Hunde und Katzen aus Tierheimen auf, die seit Jahren keine neuen Besitzer finden. Manche Tiere bleiben für immer bei den Kleins, andere können sie nach Training und Erziehung weitervermitteln und machen so Platz für Neuzugänge – denn die Anzahl der Tiere ist zu ihrem eigenen Wohl begrenzt.

Den zweiten Preis (2.000 Euro) erhielt Lars Gorschlüter aus Wülfrath (Nordrhein-Westfalen). Der Unternehmer unterstützt viele Tier- und Artenschutzprojekte finanziell und integriert den Tierschutzgedanken nachhaltig in seine Firma Gotec GmbH.

Den dritten Preis (1.000 Euro) gewann die Tierschutz-AG der Berliner Grundschule am Falkplatz. Mit der Vorführung von Theaterstücken bringt die Arbeitsgruppe ihren Klassenkameraden wichtige Themen zum Schutz und Wohlergehen der Tiere unterhaltsam näher.

Außerdem wurde in diesem Jahr zum zweiten Mal ein Preis (1.000 Euro) für das tierschützerische Lebenswerk vergeben. Die Auszeichnung ging an Gerlinde Krüger, die sich seit fast 30 Jahren um die tägliche Fütterung frei lebender Katzen in Schönebeck (Sachsen-Anhalt) kümmert. Laudatorin und Tierschutzbotschafterin Stefanie Hertel: „Die drei Jahrzehnte sind untertrieben. Ich bin ganz sicher, dass Gerlinde Krüger sich auch bereits davor um das Wohl der Mitgeschöpfe gesorgt und gekümmert hat. Gerade die frei lebenden Katzen wären ohne Tierschützer wie sie schutzlos. Ein beispielhaftes Engagement, bei dem es mir eine besondere Ehre ist, sie im Namen der Jury mit dem Deutschen Tierschutzpreis in der Kategorie Lebenswerk auszuzeichnen.“

Der Deutsche Tierschutzpreis ist eine gemeinsame Initiative der wöchentlichen Programmzeitschrift FUNK UHR, der Marken Whiskas und Pedigree sowie des Deutschen Tierschutzbundes. 

1. Platz/3.000 Euro Preisgeld: Christel und Manfred Klein – „Klein’er Gnadenhof“ in Letschow (Mecklenburg-Vorpommern)

Christel und Manfred Kleins „Klein’er Gnadenhof“ in Letschow ist ein Gnadenhof ausschließlich für behinderte oder schwer vermittelbare Hunde und Katzen, die seit Jahren in Tierheimen leben und keine neuen Besitzer finden. Finanziert wird ihr Hof allein aus Spenden und mit Unterstützung der umliegenden Tierschutzvereine. Einige Tiere können nach Training und Erziehung weitervermittelt werden und machen so Platz für Neuzugänge – denn die Anzahl der Tiere ist zu ihrem eigenen Wohl begrenzt. Andere Tiere bleiben für immer bei den Kleins: In den vergangenen Jahren haben sie bereits über 110 Hunde und 160 Katzen bis zu ihrem jeweiligen Lebensende betreut.

2. Platz/2.000 Euro Preisgeld: Lars Gorschlüter – Wülfrath (Nordrhein-Westfalen)

Lars Gorschlüter ist Unternehmer in der Autozulieferindustrie und beschäftigt circa 1.000 Angestellte. Aus den Gewinnen seines Unternehmens leistet er seit Jahren finanzielle Unterstützung für Tier- und Artenschutzprojekte im südlichen Afrika. Sein Credo: „Wir sind die Manager auch der Erde.“ 2011 gründete Gorschlüter eine Artenschutzstiftung und wird sich zukünftig auch in Deutschland engagieren. Projekte für Schulen und Vogelschutz sind bereits in Planung. Den Tierschutzgedanken integriert Gorschlüter zudem nachhaltig in seine Firma Gotec GmbH, wo er von seinen Mitarbeitern mitgetragen wird.

3. Platz/1.000 Euro Preisgeld: Tierschutz-AG der Grundschule am Falkplatz (Berlin)

Seit 2009 hat die Tierschutz-AG der Klasse 6c der Berliner Grundschule am Falkplatz zusammen mit ihrer Lehrerin Frau Temme insgesamt sechs Theaterstücke rund um das Thema Tiere einstudiert. Mit der Vorführung der Stücke zu Themen wie „Wildtiere im Zirkus“, „Vogelfütterung im Winter“ oder „Tiere als Weihnachtsgeschenk“ bringen die Kinder der Arbeitsgemeinschaft ihren Klassenkameraden wichtige Themen zum Schutz und Wohlergehen der Tiere unterhaltsam näher. Die Stücke werden auch vor anderen Klassen aufgeführt und im Anschluss wird stets über das vorgeführte Thema diskutiert. Die Tierschutz-AG kooperiert außerdem mit dem „Tierschutzkaspar“ des Tierschutzvereins Berlin.

Preis für die Kategorie „Lebenswerk“: Gerlinde Krüger aus Schönebeck (Sachsen-Anhalt)

Bereits zu Zeiten der Mauer in der damaligen DDR aktiv, gehörte Gerlinde Krüger zu den Gründungsmitgliedern des Tierschutzvereins Schönebeck und Umgebung. Seit 1982 kümmert sie sich im Stadtgebiet von Schönebeck an der Elbe um die vielen frei lebenden Katzen. Mit dem Fahrrad oder zu Fuß und voll mit Futter bepackt besucht sie täglich Futterstellen. Der Tierschutztag beginnt für Gerlinde Krüger um 04:30 Uhr. Denn nur zu dieser Zeit gelingt es, die scheuen Tiere aus ihren Verstecken zu locken.

Mit ihrem Engagement in Schönebeck macht Gerlinde Krüger auch die Kastration frei lebender Katzen möglich. Denn nur an den Futterstellen können die Tiere beobachtet und für die Behandlung vorübergehend eingefangen werden.

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