Erste Präsidentin beim VfL: Heike Bruckner gewählt
Bewegende Augenblicke in der Mitgliederversammlung des VfL Bad 1848 Bad Kreuznach. 90 Mitglieder erhoben sich von ihren und dankten mit minutenlangem Beifall Edwin Beißmann, der nach neun Jahren Amtszeit nicht mehr für das Amt des Präsidenten kandidierte.
Seine Nachfolgerin ist Heike Bruckner. Die erste Frau an der Spitze des 163 Jahre alten VfL, der mit 2800 Mitgliedern größte Sportverein im Landkreis Bad Kreuznach.
„Es hat Spaß gemacht. Ich habe mit großem Stolz den VfL nach außen repräsentiert. Der Verein ist ein unverzichtbarer Bestandteil unserer Stadt“, verabschiedete sich Edwin Beißmann. „Ich bleibe immer ein Vfler“. An die Adresse der Politik appellierte er im Hinblick auf die Pläne im Salinental: „Das Interesse der touristischen Vermarktung darf nicht über dem Interesse der Bürger stehen, die dort Sport treiben.“ Neben vielen Dankesworten gab es für ihn auch eine Ehrung. Der Vorsitzende des Sportkreises Bad Kreuznach, Wolfgang Scheib, zeichnete ihn mit der silbernen Ehrennadel des Sportbundes Rheinland aus.
„Das Wir-Gefühl stärken, Impulse geben und die Zusammenarbeit mit Kindergärten und Schulen“, hat sich die neue Präsidentin zum Ziel gesetzt. Die 44 Jahre alte Diplom-Betriebswirtin wohnt mit Ehemann Steffen in Hackenheim und ist seit 28 Jahren Mitglied beim VfL. Ihre Familien- Wurzeln reichen im Verein weiter zurück. Schon Ihr Urgroßvater war Mitglied im TV Kreuznach, dem Vorläufer des VfL. Unterstützt wird sie von den drei Vizepräsidenten Hans-Gerhard Molz (Finanzen) Rainer Biernacki und Herbert Bessai, Sport-und Jugendreferent Sebastian Lang und Rechtsreferent Gerd Langenbach. Aus dem Präsidium ausgeschieden sind Manfred Schäfer (Vize) und Katrin Elhardt (Sport). Als Beisitzer ergänzen das Präsidium: Ehrenpräsident Harald Zeuner, Thomas Wupperfeld (Finanzen), Hannelore Doll (Archiv), Gabi Beutel (Sponsoring), Hansjörg Rehbein (Pressearbeit) und Michael Busser (Vereinshomepage).
Edwin Beißmann übergibt einen gesunden Verein mit einem ausgeglichenen Haushalt und einer Rücklage in Höhe von 90.000 Euro. Eine Herausforderung bleibt die vereinseigene Jahnhalle. Erst kürzlich wurden dort die Fenster für über 1000.000 Euro ausgetauscht . In den nächsten Jahren steht eine neue Heizung als Großinvestition an. Wie viele andere Vereine auch hat der VfL mit sinkenden Mitgliederzahlen zu kämpfen, ist aber durch ein attraktives Sportangebot und mit Kursen im Reha- und Gesundheitsbereich gut aufgestellt.




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