lifetime poker evenslifetime-kreuznach - Ihr Stadtmagazin für Bad Kreuznach
Home » Allgemein

TelefonSeelsorge (TS) Nahe-Hunsrück

29 November 2011 Noch kein Kommentar
Schlagwörter:

Einen Zuschuss in Höhe von 5000 Euro steuert der Landkreis Bad Kreuznach im Jahr 2011 zur TelefonSeelsorge (TS) Nahe-Hunsrück bei. „Der Landkreis unterstützt damit die wichtige Aufgabe der Ehrenamtlichen in der Telefonseelsorge im Hinblick auf die Beratung psychisch kranker Menschen“, freut sich Susanne Schmidt. Der Zuschuss sei vor allem für die Ausbildung der ehrenamtlich Mitarbeitenden in Beratung und Krisenintervention von Menschen mit psychischen Erkrankungen bestimmt.

Die Diplom-Psychologin und evangelische Leiterin der Bad Kreuznacher TS-Stelle betreut zusammen mit ihrem katholischen Kollegen, dem Diplom-Theologen Georg Krämer, 66 Ehrenamtliche, von denen 59 Telefondienst machen und sieben in der Ausbildung sind. Träger der ökumenischen Einrichtung ist der evangelische Kirchenkreis An Nahe und Glan, beteiligt sind das Bistum Trier sowie die benachbarten Kirchenkreise Obere Nahe und Simmern-Trarbach.

Die TS ist ein Erfolgsmodell für ehrenamtliches Engagement. Wer dort mitarbeitet, weiß das schon lange, aber nun gibt es eine Bestätigung von amtlicher Seite: Eine bundesweite Umfrage stellte die hohe Zufriedenheit der ehrenamtlichen Mitarbeiter und das stimmige Konzept des Zusammenwirkens fest. Anlass für die Befragung durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend war das europäische Jahr des freiwilligen Engagements 2011. „Wir haben hier lauter hoch engagierte Menschen und es macht riesigen Spaß, mit ihnen zu arbeiten“, fasst Georg Krämer seine Erfahrungen zusammen. „Das erfolgreiche Modell wird sich auch in Zukunft behaupten“, fügt Susanne Schmidt hinzu. Viele der ehrenamtlichen Mitarbeiter stehen schon sehr lange verzweifelten Menschen zwischen Wöllstein und Rhaunen, zwischen Bingen und Baumholder am Telefon rund um die Uhr mit ihrem Rat zur Seite. Dazu braucht es ein hohes Einfühlungsvermögen und viel Lebenserfahrung

Im Rahmen der Umfrage füllten die ehrenamtlich Mitarbeitenden insgesamt 2 145 Fragebögen aus, die unter Wahrung der Anonymität der Befragten ausgewertet wurden. Gefragt wurde unter anderem nach der Motivation, dem Bildungsstand und der kirchlichen Bindung der Mitarbeitenden. Als ermutigendes Ergebnis werten Susanne Schmidt und Georg Krämer die Antworten auf die Frage nach der Zufriedenheit mit dem Ehrenamt. 94 Prozent beantworteten sie mit „zufrieden“ oder „sehr zufrieden“. Daher halten sie der TS lange Zeit die Treue. „Wer länger als drei Jahre im Dienst war, geht nur aus zwingenden Gründen“, erläutert Georg Krämer. Solche Notwendigkeiten ergeben sich manchmal aus einem Arbeitsplatzwechsel, eigener Krankheit oder der Betreuung pflegebedürftiger Angehöriger. Der größte Teil der Ehrenamtlichen ist schon seit fünf bis zehn Jahren dabei. Zwei Drittel von ihnen engagieren sich durchschnittlich zehn bis 19 Stunden pro Monat. Ein Anteil von 25,3 Prozent ist monatlich sogar 20 bis 29 Stunden im Einsatz.

So viel ehrenamtliches Engagement ist nur möglich durch hauptamtliche Begleitung. Die kontinuierliche Aufarbeitung des am Telefon Gehörten in Gruppengesprächen und die regelmäßige fachliche Fortbildung tragen wesentlich zur Zufriedenheit bei. Susanne Schmidt resümiert: „Das Konzept der TelefonSeelsorge hat sich seit der Gründung 1956 bewährt und wird auch in Zukunft tragfähig sein, das hat uns die Umfrage gezeigt.“

Themenbereich: Allgemein | Artikel-Links: Trackback URL | Permalink
1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (No Ratings Yet)
Loading ... Loading ...