lifetime poker evenslifetime-kreuznach - Ihr Stadtmagazin für Bad Kreuznach
Home » Allgemein

Zusätzliches Streusalzlager: Bauhof fit für den Winter

2 November 2011 Noch kein Kommentar
Schlagwörter: , ,

Zusätzliches Streusalzlager: Bauhof fit für den Winter

Streusalz ist gebunkert, 800 Tonnen sind eingelagert, davon rund 600 Tonnen auf dem Bauhof. „Damit wir noch besser für den Winter gerüstet sind, haben wir auf dem Kuhberg ein zusätzliches Streusalzlager mit ca. 200 Tonnen angelegt“, informiert der für  den Winterdienst zuständige Beigeordnete Wolfgang Heinrich. Außerdem ist der Fuhrpark in den vergangenen Jahren ergänzt und modernisiert worden. Drei Lkws mit Feuchtsalzstreuer und Schneepflügen sind  in den vergangenen Jahren gekauft worden. „Wir haben den Winterdiensteinsatzplan überarbeitet und dabei Erfahrungen des vergangenen außergewöhnlichen Winters berücksichtigt, unser Personal geschult, Winterdienstgeräte gewartet und auf Funktionsfähigkeit überprüft“, informiert  Bauhofleiter Erwin Elfeld.

 

Im harten Winter 2010/2011 waren es ähnlich wie im Jahr zuvor doppelt so viele Streu- und Räumeinsätze wie sonst üblich. Statt 250 wie in normalen Wintern wurden daher auch 600 Tonnen Streusalz verbraucht. Personaleinsatz und Material kosten je nach Witterung im Durchschnitt ca. 250.000 bis 300.000 Euro jährlich, die nicht über Gebühren eingenommen werden. Im vergangenen Winter waren es 400.000 Euro, etwa so viel wie im Jahr zuvor.

 

Von November bis März organisiert die Stadt den Winterdienst. „Rund 60 Kilometer Straßen, 15 öffentliche Parkplätze, 15 Kilometer Radwege, 35 Fußgängerüberwege, 20 Bushaltestellen einschließlich Europaplatz und nachrangig 10 Kilometer Wanderwege. Um 3:30 Uhr kontrolliert ein Mitarbeiter die Straßen und Brücken auf Straßenglätte und ab 4.00 Uhr werden je nach Wetterlage bis zu 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Einsatz sein, um die Verkehrssicherheit der wichtigsten Straßen im Stadtgebiet möglichst rasch zu gewährleisten“, so Heinrich. Seit einigen Jahren verfügt der Bauhof über ein sehr zuverlässiges Wettermeldesystem. Messpunkte sind der Kornmarkt, der Kuhberg, der Martinsberg und der Agnesienberg. Die Prognosen für drei Tage versetzen den Bauhof in die Lage vorbeugend und frühzeitig zu reagieren, dass heißt den Einsatz so zu planen, dass bei entsprechender Meldung in den Abendstunden Schnee geräumt bzw. bereits gestreut wird.  Zusätzlich erfolgen kurzfristig Wetterwarnungen per SMS auf die Handys der Einsatzleitung.

 

Die Stadt leistet dabei sehr viel mehr als gesetzlich gefordert. Dieser Service kostet die Bürgerinnen und Bürger keinen Cent zusätzlich. Man beschränkt sich nicht darauf, nur die verkehrswichtigen und gefährlichen Stellen ab etwa 4 bis 20 Uhr abzustreuen. In den Streuplan sind alle Straßen mit Buslinien, zu Schulen und Krankenhäusern sowie sonstigen Einrichtungen mit großem Publikumsverkehr aufgenommen.

 

Den Löwenanteil der Arbeit leisten drei LKW´s mit Aufsatzstreuern und gegebenenfalls Schneeräumschilden auf den Straßen. Seit drei Jahren wird das sogenannte Feuchtsalzverfahren angewandt. Durch das Anfeuchten des Streusalzes beim Ausbringen haftet dieses besser auf der Fahrbahn. Damit werden Verwehungen des Streusalzes an den Straßenrand vermieden. Mit dem neuen Verfahren kann das Streusalz besser dosiert werden, was nicht nur Geld spart, sondern auch die Straßenbäume und die Umwelt schont.

 

Für die Gehwege sind 15 kleinere Fahrzeuge im Einsatz. Besonders arbeitsintensiv sind die 20 Gehwegstreubezirke an städtischen Flächen, weil dort überwiegend mit der Hand Schnee geräumt oder gestreut (grundsätzlich Splitt) werden muss.

 

Beigeordneter Wolfgang Heinrich weist darauf hin, dass nicht nur die Stadt ihren Part für den Winterdienst zu erfüllen hat. Ebenso wichtig ist es, dass die Bürgerinnen und Bürger vor ihrer eigenen Haustür die Gehwege von Schnee und Eis frei hielten. Der Dezernent erinnert daran, dass dabei grundsätzlich kein Salz, sondern Splitt gestreut werden darf.

 

Die Bürger sind nach der Satzung verpflichtet, einen ausreichend breiten Streifen von Schnee und Eis frei zu halten. Die Gehwege sind, falls erforderlich, auch mehrmals am Tag zu streuen und von Schnee zu räumen. Diese Verpflichtung gilt zwischen spätestens 7 und 20 Uhr. Die Stadt hat im vergangenen Jahr beobachtet, dass die Streu- Räumungspflicht vor der eigenen Tür oftmals nicht erfüllt wurde. Wolfgang Heinrich appelliert daher an die Bürger, im Interesse der Nutzer der Gehwege, insbesondere der behinderten und älteren Menschen sowie der Schulkinder, die Räum- und Streupflicht ernst zu nehmen. „Rechtzeit mit Streugut eindecken, damit keine Engpässe entstehen und Fußgänger, insbesondere ältere Menschen geschützt werden“, empfiehlt Erwin Elfeld, Bauhofleiter.

 

In den städtischen Verwaltungsgebäuden liegen Flyer mit weiteren  Winterdienst-Informationen aus.

 

 

 

Übrigens: Die Räumpflicht gilt auch für das Herbstlaub, das auf die Gehwege fällt und damit eine Unfallgefahr ist. Wer keinen Komposthaufen im Garten hat oder das Laub nicht in die Biotonne werfen will, kann es gegen eine Gebühr auch zum Wertstoffhof bringen.

 

Themenbereich: Allgemein | Artikel-Links: Trackback URL | Permalink
1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (No Ratings Yet)
Loading ... Loading ...