Katastrophenschutzspezialisten der Malteser sind gefragt
Die Schnelleinsatzgruppe der Malteser aus dem Kreis Bad Kreuznach war am Sonntag den 04.12.2011 von der Einsatzleitung in Koblenz über die Leitungsgruppe der Hilfsorganisationen im Katastrophenschutz (HIK) angefordert, um bei der Evakuierung der rund 45.000 Personen auf Grund der Bombenentschärfung am Rhein zu helfen. „Der Einsatz verlief reibungslos und die Kooperation zwischen DRK und Maltesern funktionierte einwandfrei“, berichtet Stefan Bornschein, Leiter Einsatzdienste der Malteser an der Nahe. Die Malteser waren am vergangenen Wochenende mit 19 Helferinnen und Helfer, darunter ein Notarzt, ein Einsatzleiter und zwei Gruppenführer im Einsatz. Damit waren die Malteser ein wichtiger Teil der insgesamt rund 500 Helferinnen und Helfer der Hilfsorganisationen und des THW, die am vergangenen Sonntag einsetzt worden sind.
In den vergangenen zwei Jahren haben sich die Malteser im Bereich der Notfallvorsorge (Sanitätsdienst und Katastrophenschutz) breiter aufgestellt und das Angebot zum Schutz der Bevölkerung erweitert. Die Helferinnen und Helfer der im Jahr 2007 gegründeten Ortsgliederung Bad Sobernheim wurden mittlerweile zu Katastrophenschutzhelfern, Einsatzsanitätern und Rettungssanitätern ausgebildet und stehen dem Katastrophenschutz im Landkreis zur Verfügung. Gemeinsam mit dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) stellen die Malteser die Schnelleinsatzgruppe in den Fachdiensten Betreuung und Sanitätsdienst. Innerhalb des Jahres 2011 wurden die Malteser neben zahlreichen kleineren Einsätzen zu den Großereignissen im Rahmen der Evakuierungen der Ortsgemeinde Becherbach und des Kreuznacher Jahrmarktes gefordert. Die Spezialisten von den Maltesern aus dem Landkreis Bad Kreuznach werden aber auch bei nationalen Großeinsätzen über das Generalsekretariat der Malteser in Köln angefordert: So wurden in den vergangenen Jahren Einsätze im Rahmen der großen Kirchentage, der Fußball Weltmeisterschaft 2006 und zuletzt anlässlich des Papstbesuches in Deutschland absolviert.
Auch bei der Erneuerung der Katastrophenschutzstrukturen des Bundes spielen die hiesigen Malteser eine wichtige Rolle.
Das Führungsmodul des Pilotstandortes der Medizinischen Taskforce (MTF) 40 wird bei den Maltesern in Bad Kreuznach angesiedelt werden. Hierzu laufen bereits zahlreiche Gespräche zwischen Stefan Bornschein, dem Bonner Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), und den Führungskräften der anderen beteiligten Hilfsorganisationen. „In den nächsten Jahren stehen wir vor weitreichenden Veränderungen. Es wird immer schwieriger Ehrenamtliche für den professionellen Dienst im Katastrophenschutz und Sanitätsdienst zu gewinnen. Nach dem Wegfall der Wehrpflicht und des Zivildienstes, und der damit verbundenen Möglichkeit der Freistellung für den Dienst im Katastrophenschutz ist es schwierig junge Menschen für diesen Dienst zu begeistern. Gleichzeitig werden die Fachkräfte immer häufiger benötigt.“, berichtet der Malteserreferent für die Notfallvorsorge auf Landesebene Michael Brilmayer, der den Verband in der Leitungsgruppe der Hilfsorganisationen (HiK) vertritt.
Infos:
Malteser in Stadt und Kreis Bad Kreuznach mit Gliederung in Bad Kreuznach, Weinsheim und Bad Sobernheim leisten Sanitätsdienst und Einsätze im Katastrophenschutz. Zu den weiteren Angeboten der Malteser zählen: Rettungsdienst und Krankentransport, Ausbildung in Erster Hilfe, Psychosoziale Notfallnachsorge und Notfallseelsorge, Ausbildung von Schwesternhelferinnen/Pflegediensthelfern, Hilfe für pflegende Angehörige von Menschen mit Demenz, Besuchs- und Begleitdienste sowie eine Therapiehundestaffel. Weitere Informationen erhalten Sie im Internet unter www.malteserkreuznach.de




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