Nächste Runde im Winterwetter-Karussell mit Sturm, Regen und Schnee
Nach dem extrem ruhigen und trockenen November werden wir seit Wochen mit wechselhaftem und mal mehr, mal weniger milden Wetter bedacht. Der Dezember brachte zudem bisher 60 Prozent mehr Regen als üblich. Nass ist auch das Stichwort für die nächsten Tage. Es gibt häufig Niederschlag. Dieser fällt zeitweise bis in tiefe Lagen als Schneeregen oder Schnee. In den Mittelgebirgen und den Alpen ist bis Silvester wieder reichlich Neuschnee in Sicht. Vor allem in den Alpen dürften 50 bis 100 cm der weißen Pracht vom Himmel kommen. Überhaupt kommen die Alpen diesen Winter bisher gut weg.
In den letzten beiden Wintern war das noch anders. Bereits heute liegt vielfach mehr Schnee als im Winter 2009/2010 oder 2010/2011. Damals hielten sich Schnee und Eis fast überall in Deutschland auf, nur die klassischen Wintersportgebiete in der Schweiz, Österreich und in den deutschen Alpen hatten mit Schneemangel zu kämpfen. Doch dieses Jahr ist wieder alles im Lot und die Skigebiete freuen sich.
Bis Silvester wird es zunächst von Tag zu Tag wieder kälter. Waren es gestern noch bis zu 12 Grad, werden am Freitag maximal 0 bis 6 Grad erreicht und oberhalb 200 bis 300 Meter schneit es. Doch schon der Start ins neue
Jahr wird wieder deutlich milder. Der erste Januartag bringt Temperaturen bis 13 Grad, bevor es am zweiten Januartag wieder 5 bis 8 Grad kälter wird
erklärt Wetterexperte Dominik Jung vom Wetterportal WETTER.NET
(www.wetter.net <http://www.wetter.net/> ).
Die Wetterentwicklung der nächsten Tage für Deutschland im Detail:
Donnerstag im Tagesverlauf zieht Regen auf, die Schneefallgrenze liegt zunächst bei 600 Meter und sinkt später, windig bei 1 bis 7 Grad
Freitag in den Mittelgebirgen und an den Alpen schneit es teilweise sehr stark, sonst immer wieder Regen oder Schneeregen, 0 bis 6 Grad, windig bis stürmisch
Silvester in Bayern weiterer Schnee, später klettert die Schneefallgrenze auf 2000 m und überall fällt Regen, 0 bis 9 Grad
Neujahr mit 3 bis 13 Grad ist es wieder sehr mild und es gibt jede Menge Regen, auch in den Bergen Tauwetter bis in höhere Lagen
Montag regnerisch und mit 2 bis 7 Grad wieder deutlich kälter, Schneefallgrenze sinkt wieder auf 500 bis 700 Meter
Dienstag wechselhaftes Schmuddelwetter, windig und immer wieder Regen bei 5 bis 12 Grad, wieder Tauwetter bis in die Hochlagen
Mittwoch bei 5 bis 10 Grad ab und zu Regenschauer
Aufgrund der teils kräftigen Niederschläge und stark schwankenden Schneefallgrenze besteht besonders im Südwesten Hochwassergefahr.
Zum Abschluss noch ein Blick auf das Jahr 2011:
- das Jahr war um 1,5 Grad wärmer als im langjährigen Mittel (1961 bis 1990)
- es gab rund 10 % weniger Regen als sonst üblich
- die Sonne schien 20 % häufiger als normal




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