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Stadtwerke bauen neue Wasserenthärtungsanlage

1 Dezember 2011 Noch kein Kommentar
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Im Frühjahr 2012 beginnen die Kreuznacher Stadtwerke mit dem Einbau einer Wasserenthärtungsanlage im zentralen Wasserwerk in der Stromberger Straße. Dies hat der Aufsichtsrat gestern beschlossen. Ende nächsten Jahres soll die Anlage in Betrieb gehen und die Wasserhärte des Kreuznacher Trinkwassers von etwa 19-21 Grad auf etwa 10-12 Grad deutscher Härte reduzieren. Neben der Enthärtung des Trinkwassers hat die geplante Umkehrosmoseanlage positive Nebeneffekte, informiert Stadtwerke-Geschäftsführer Dietmar Canis: Der Nitratgehalt wird von derzeit etwa 40 auf unter 25 Milligramm pro Liter (Grenzwert 50 mg/l) gesenkt und der Urangehalt von acht auf unter vier Microgramm/Liter (Grenzwert 10 Microgramm/Liter). In die Anlage investieren die Stadtwerke rund 1,2 Millionen Euro.

“Das Bad Kreuznacher Trinkwasser ist gut und gesund,” bestätigt Stadtwerke-Geschäftsführer Dietmar Canis, und es erfüllt die strengen Qualitätskriterien der Deutschen Trinkwasserverordnung. Im zentralen Wasserwerk in der Stromberger Straße wird das Wasser aus 22 Brunnen und 23 Quellen aufbereitet und an über 57.000 Bürger in Bad Kreuznach, seinen Stadtteilen und den Ortschaften Rüdesheim, Bad Münster am Stein, Hackenheim, Volxheim, Pleitersheim, Biebelsheim und Pfaffen-Schwabenheim abgegeben. Darüberhinaus beliefern die Stadtwerke aus dem Wasserwerk die Verbandsgemeindewerke Sprendlingen/Gensingen als Weiterverteiler. Den größten Teil ihres Wassers fördern die Stadtwerke in der Region aus den Sedimenten des Rotliegenden Festgestein und in Rheinhessen aus dem vulkanischen Rhyolith-Gestein. Hauptsächlich durch diese geologischen Gegebenheiten  hat das Trinkwasser  eine natürliche Härte von 19-21 Grad deutscher Härte. Dietmar Canis: “Dies ist zwar für Menschen gesund, kann aber zu vermehrten Kalkablagerungen in entsprechenden Haushaltsgeräten führen.” Nach Inbetriebnahme der neuen Trinkwasserenthärtungsanlage liegt die Härte bei lediglich 10 bis 12 Grad deutscher Härte.  Mit dem weicheren Wasser können Kunden durch weniger Waschmittelverbrauch, weniger Wartung, Energie- und Chemikalienbedarf, sowie längere Lebensdauer von Haushaltsgeräten bis zu 50 Cent pro Kubikmeter Wasser sparen. Und gleichzeitig auch die Umwelt schonen, hebt Canis hervor. Außerdem: Der Einbau der neuen Anlage führt nicht zu einer Erhöhung des Wasserpreises.

Um die möglichst wirksame und dabei kostengünstige Wasserenthärtung zu erreichen, haben die Kreuznacher Stadtwerke bereits 2009 in einer Verfahrensstudie geeignete Aufbereitungsarten ermittelt. In zahlreichen Versuchsreihen von November 2010 bis April 2011 kristallisierte sich die Umkehrosmose als wirtschaftlichstes Verfahren heraus. Die Anlage und alle notwendigen Komponenten können im bestehenden Wasserwerk Stromberger Straße untergebracht werden.

Den Kern der Enthärtungsanlage stellen 210 Umkehrosmosemodule mit einer Membranfläche von ca. 8000 m2 dar.  Über die Diffusionsmembranen wird aus etwa 40% des aufbereiteten Trinkwassers nicht nur Kalk, sondern auch Nitrat und Uran entzogen. Dieses Wasser wird dann mit dem übrigen aufbereiteten Trinkwasser gemischt, gespeichert und an die Stadtwerke-Kunden verteilt.

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