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WETTER: “Last-Minute-Winter” nimmt Fahrt auf – Russenkälte erreicht Deutschland!

27 Januar 2012 Noch kein Kommentar
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Wie bereits gestern angekündigt nimmt der Winter nun Fahrt auf. Aktuell wird Deutschland von West nach Ost von einer Schneefront überquert. Stellenweise fällt zudem gefrierender Regen und Straßen und Gehwege sind gefährlich glatt. Selbst im Flachland konnte sich regional eine bis zu 5 cm hohe Schneedecke ausbilden, so. z. in Hamburg oder Hannover. Selbst auf Sylt konnte sich in der letzten Nacht eine dünne Schneedecke bilden. St. Peter-Ording meldet heute Morgen 6 cm Schnee. Obwohl der Schnee angekündigt war, sorgte er für teils erhebliche Behinderungen im morgendlichen Berufsverkehr. Die Frühtemperaturen liegen aktuell zwischen plus 4 und minus 15 Grad.

Die Schneehöhe auf der Zugspitze ist zwischenzeitlich auf stattliche 5 Meter angewachsen und das nachdem Anfang Dezember noch rekordverdächtig wenig Schnee für die Jahreszeit lag.

Verantwortlich für den aktuellen Flockenwirbel ist Tief Helga. Für die entsprechende Kälte sorgt Russlandhoch Cooper, das mittlerweile den äußersten Osten Deutschlands erreicht hat. Cooper wird uns in der nächsten Woche mit reichlich Frostluft versorgen. Bereits heute kommen die Temperaturen in den östlichen Bundesländern kaum noch über den Gefrierpunkt hinaus. Lediglich westlich des Rheins wird es noch mal bis zu 5 Grad mild.

Ab Sonntag herrscht dann nahezu im gesamten Land Dauerfrost, der sich Tag für Tag immer mehr verstärkt. So erwarten wir zur Wochenmitte Tageshöchstwerte, die um minus 5 Grad liegen werden. Nachts rutschen die Temperaturen auf minus 8 bis minus 15 Grad, über Schnee auf minus 15 bis minus 25 Grad.

“Uns stehen damit die kältesten Tage seit Beginn des meteorologischen Winters am 1.Dezember ins Haus. Die eisigen Zeiten dauern mindestens bis zum ersten Februarwochenende an. Doch auch danach stehen die Chancen gut, dass es weiterhin eisig kalt bleibt, wenn nicht sogar noch kälter wird (siehe Grafik). Der teils eisige Ostwind lässt uns die Temperaturen ohnehin auch am Tag noch einen ganzen Tick kälter fühlen. Da können sich minus 5 Grad schnell wie minus 15 oder 20 Grad anfühlen” erklärt Wetterexperte Dominik Jung vom Wetterportal WETTER.NET (www.wetter.net).

Nachfolgend eine aktualisierte Simulation der Tagestemperaturen in Europa (ausgegeben heute Morgen). Sie zeigt wie Deutschland in den nächsten 7 bis 14 Tagen mit Frostluft geflutet wird:

zur Verfügung gestellt von www.wetter.net

Die russische Kälte stößt dabei weit nach West- aber auch Südeuropa vor. Osteuropa hat sie schon seit einigen Tagen fest im Griff. In Moskau, wo es letzte Woche noch minus 3 Grad “warm” war, rutschten die Temperaturen auf minus 15 Grad ab. Anfang der Woche werden dort nur noch minus 25 Grad als Tageshöchstwerte erwartet. In Rumänien gesellt sich zu der Kälte viel Wind und der sorgt für hohe Schneeverwehungen und Verkehrsbehinderungen.

Die nächsten sieben Wettertage in Deutschland im Überblick:

Samstag: im Osten Dauerfrost zwischen minus 3 und 0 Grad, im Westen noch mal bis 6 Grad mild, örtlich leichter Schneefall

Sonntag: Temperaturen am Tag zwischen minus 4 und 0 Grad, nur am Niederrhein plus 2 Grad, örtlich leichter Schneefall

Montag: frostig kalt mit Werten zwischen minus 5 und 0 Grad, nach Nebel meist sonnig.

Dienstag: kalt mit minus 7 bis minus 1 Grad, vielfach freundlich und trocken

Mittwoch: Temperaturen am Tag zwischen minus 8 und 0 Grad, freundliches Winterwetter

Donnerstag: die Frostluft breitet sich weiter auf und die Tageshöchstwerte liegen zwischen minus 11 und minus 2 Grad, Sonne und Wolken im Wechsel und trocken

Freitag: frostiger Abschluss der Arbeitswoche bei minus 11 bis minus 1 Grad, nach Frühnebel viel Sonne

Alle, die schon den Frühling in greifbarer Nähe gesehen oder eine Fortdauer der milden Winterwitterung angekündigt hatten, werden in den kommenden Tagen eines Besseren belehrt.

Den Einzelhandel wird das hochwinterliche Wetter zu Beginn des “Winterschlussverkaufs” dagegen freuen. Nach den vergleichsweise milden zwei ersten Wintermonaten sind die Lager noch gut gefüllt und dürften sich nun einer hohen Nachfrage erfreuen.

Über die weitere Entwicklung ab dem ersten Februarwochenende halten Sie WETTER.NET und Diplom-Meteorologe Dominik Jung auf dem Laufenden.

Zum Schluss für alle Wintersportfreunde noch ein paar aktuelle Schneehöhen:

Großer Arber 210 cm

Wendelstein 180 cm

Brocken 175 cm

Fichtelberg 160 cm

Feldberg im Schwarzwald 120 cm

Zinnwald 100 cm

Neuhaus am Rennsteig 65 cm

Oberstdorf 55 cm

Garmisch-Partenkirchen 40 cm

Kahler Asten 40 cm

Wassekuppe 35 cm

Zwiesel 35 cm

Kleiner Feldberg im Taunus 7 cm

Kempten 7 cm

St. Peter-Ording 6 cm

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